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Google Ads für Restaurants und Gastronomie

Branchen13 Min. Lesezeit

Google Ads für Restaurants und Gastronomie

Lohnt sich Google Ads für Restaurants?

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Für manche Restaurants ist Google Ads Gold wert, für andere Geldverschwendung. Der Unterschied liegt in Ihrem Geschäftsmodell und Ihrer Lage.

Wann ja, wann andere Kanäle besser

Google Ads lohnt sich wenn:

  • Sie in einer Großstadt oder touristischen Gegend sind (hohes Suchvolumen)
  • Sie eine spezielle Küche anbieten (z.B. "Vietnamesisches Restaurant München")
  • Sie Events, Catering oder Geschäftskunden targeten
  • Sie neue Kunden gewinnen müssen (neu eröffnet, Standortwechsel)
  • Ihre organische Google-Sichtbarkeit schlecht ist

Google Ads lohnt sich NICHT wenn:

  • Sie ein Dorf-Gasthaus mit reinen Stammkunden sind
  • Sie ausschließlich Laufkundschaft haben (stark frequentierte Lage)
  • Ihr Budget unter 300 EUR/Monat liegt
  • Sie keine funktionierende Website oder kein Google Business Profil haben

Bessere Alternativen könnten sein:

  • Instagram: Für visuell ansprechende Restaurants, jüngere Zielgruppe
  • Facebook: Für lokale Community-Building, Events
  • TripAdvisor/The Fork: Für Touristen-Hotspots
  • Google Business Profil (kostenlos!): Optimieren Sie dies ZUERST, bevor Sie Geld ausgeben

Die goldene Regel: Optimieren Sie Ihr kostenloses Google Business Profil perfekt. Erst dann investieren Sie in Google Ads. Ein optimiertes Profil bringt oft mehr als schlecht gemachte Ads.

Typische Ergebnisse:

  • CPCs für Gastronomie: 0,60 - 1,50 EUR
  • Kosten pro Tischreservierung: 3 - 8 EUR
  • Kosten pro Anruf: 2 - 5 EUR
  • ROI: Schwer messbar (wie viele kommen wirklich? Wie viel geben sie aus?)

Der größte Vorteil von Google Ads für Restaurants: Sie erreichen Menschen, die JETZT hungrig sind und JETZT nach einem Restaurant suchen. Die Intent ist maximal.

Die besten Kampagnen für Gastronomie

Nicht alle Kampagnentypen funktionieren für Restaurants. Konzentrieren Sie sich auf diese drei.

Lokale Suchanzeigen

Lokale Suchanzeigen sind der Kern für Restaurants. Sie erscheinen in Google Maps und bei lokalen Suchen – genau dort, wo hungrige Menschen suchen.

Was lokale Suchanzeigen zeigen:

  • Ihr Restaurant-Name
  • Ihre Sterne-Bewertung (kritisch!)
  • Ihre Adresse und Entfernung
  • Ihre Öffnungszeiten
  • Telefonnummer (klickbar auf mobil)
  • Fotos
  • Reservierungs-Link (falls integriert)

Warum sie für Restaurants perfekt sind:

  • 70% der Restaurant-Suchen passieren auf mobil ("Restaurant in der Nähe")
  • Nutzer sehen sofort: Ist es offen? Wie weit weg? Gute Bewertungen?
  • Ein Klick zum Anrufen oder zur Navigation
  • CPCs oft 30-40% niedriger als normale Suchanzeigen

Voraussetzung: Ein vollständig optimiertes Google Business Profil mit mindestens 10-15 Bewertungen und einem Durchschnitt über 4,0 Sternen. Ohne gute Bewertungen verschwenden Sie Geld.

Setup:

  1. Verknüpfen Sie Ihr Google Business Profil mit Google Ads
  2. Erstellen Sie eine lokale Kampagne
  3. Setzen Sie Radius-Targeting (z.B. 5-10 km um Ihr Restaurant)
  4. Budget: Start mit 300-500 EUR/Monat

Lokale Anzeigen konvertieren besonders gut für "Restaurant in der Nähe", "Italiener München", "Wo essen gehen" – alle Suchen mit lokalem Intent.

Google Maps Werbung

Google Maps Werbung ist Teil der lokalen Suchanzeigen, verdient aber besondere Erwähnung. Wenn jemand Google Maps öffnet und "Restaurants" eingibt oder nach "Italienisches Restaurant" sucht, können Ihre Anzeigen oben erscheinen.

Vorteil: Extrem hoher Intent. Menschen in Maps suchen aktiv nach einem Restaurant JETZT. Die Chance, dass sie kommen, ist sehr hoch.

Best Practice:

  • Öffnungszeiten aktuell halten (nichts ist frustrierender als geschlossen anzukommen)
  • Hochwertige Fotos (Essen, Ambiente, Außenansicht)
  • Speisekarte verlinkt oder als PDF hochgeladen
  • Antworten Sie auf alle Bewertungen

Maps-Werbung funktioniert besonders gut zu Stoßzeiten: 11:30-14:00 (Mittagessen) und 18:00-21:00 (Abendessen). Nutzen Sie Anzeigenplanung, um Budget auf diese Zeiten zu konzentrieren.

Remarketing für Stammkunden

Remarketing funktioniert anders für Restaurants als für E-Commerce, aber es funktioniert.

Use Case 1: Event-Promotion Nutzer die Ihre Website besucht haben, sehen Anzeigen für besondere Events:

  • "Live Musik jeden Freitag ab 19 Uhr"
  • "Spargelzeit: Neue Saisonkarte jetzt probieren"
  • "Reservieren Sie jetzt für Muttertag"

Use Case 2: Saisonale Angebote

  • Weihnachtsmenü-Promotion im Dezember
  • Sommer-Terrasse-Opening im April
  • Business-Lunch-Angebot unter der Woche

Use Case 3: "Wir vermissen Sie" Nutzer die lange nicht mehr da waren (90+ Tage ohne Website-Besuch):

  • "Lange nicht gesehen! 10% Rabatt bei Ihrem nächsten Besuch"
  • "Neue Karte probieren? Jetzt reservieren"

Budget: 15-20% Ihres Gesamt-Budgets. Bei 500 EUR/Monat also 75-100 EUR für Remarketing.

Keywords für Restaurants

Die richtigen Keywords machen den Unterschied zwischen qualifizierten Besuchern und verschwendetem Budget.

"[Küche] + [Ort]"

Die wichtigste Keyword-Struktur: Küche + Ort.

Ihre Küche + Ihre Stadt:

  • Italienisches Restaurant München
  • Griechisches Restaurant Hamburg
  • Vietnamesisches Restaurant Berlin
  • Steakhouse Frankfurt
  • Sushi Restaurant Köln

Variationen:

  • Italiener München
  • Griechischer Münchner
  • Vietnames Restaurant München
  • Italienisch essen München

Mit Stadtteilen (wenn Sie in Großstadt sind):

  • Italienisches Restaurant München Schwabing
  • Italiener München Innenstadt
  • Italienisches Restaurant Maxvorstadt

Je spezifischer der Stadtteil, desto niedriger der CPC (weniger Wettbewerb), aber auch desto niedriger das Volumen. Starten Sie mit Stadt-Level-Keywords, expandieren Sie zu Stadtteilen wenn Budget da ist.

Mehrsprachige Keywords (bei internationaler Küche): Manche Menschen suchen auf Englisch, selbst in Deutschland:

  • Italian restaurant Munich
  • Vietnamese restaurant Berlin

Testen Sie diese, besonders in Touristen-Städten oder Business-Vierteln.

"Restaurant in der Nähe"

"In der Nähe" Keywords sind Gold für lokale Geschäfte.

Varianten:

  • Restaurant in der Nähe
  • Restaurants in der Nähe
  • Italiener in der Nähe
  • Wo essen gehen in der Nähe
  • Restaurant hier in der Nähe

Diese Keywords haben sehr hohes Volumen und sehr hohen Intent (Menschen sind mobil, hungrig, JETZT). CPCs sind oft höher (1,20-2,00 EUR), aber die Conversion-Rate ist exzellent.

Wichtig: Diese Keywords funktionieren nur mit lokalen Suchanzeigen und Google Maps Werbung. Bei normalen Suchanzeigen sind sie schwieriger (Google zeigt meist organische Ergebnisse + Maps, nicht viele Textanzeigen).

Event-Keywords (Geburtstag, Business Lunch)

Keywords für spezielle Anlässe können sehr wertvoll sein.

Feier-Keywords:

  • Restaurant Geburtstag feiern München
  • Restaurant für Hochzeit München
  • Restaurant Firmenfeier Hamburg
  • Gruppenreservierung Restaurant Berlin

Diese Keywords haben niedrigeres Volumen, aber sehr hohen Wert pro Gast (Gruppen, höhere Ausgaben).

Business-Keywords:

  • Business Lunch München
  • Restaurant Geschäftsessen Frankfurt
  • Meeting Restaurant Berlin

Business-Gäste haben höhere Ausgaben (Firma zahlt) und kommen oft regelmäßig.

Touristen-Keywords (in Touristen-Städten):

  • Restaurant München Marienplatz
  • Wo essen am Brandenburger Tor
  • Beste Restaurants Hamburg Hafen

Budget-Empfehlung: 70% auf Küche+Ort-Keywords, 20% auf "in der Nähe", 10% auf Event/Spezial-Keywords.

Google My Business optimieren

Bevor Sie einen Cent in Google Ads stecken: Optimieren Sie Ihr Google Business Profil. Es ist kostenlos und oft effektiver als bezahlte Anzeigen.

Die kostenlose Alternative verstärken

Ein optimiertes Google Business Profil bringt Ihnen kostenlose Sichtbarkeit – und verstärkt Ihre bezahlten Anzeigen.

Warum GMB so wichtig ist:

  • Erscheint in Google Maps (wo 60% der Restaurant-Suchen passieren)
  • Erscheint im Local Pack (die 3 Top-Ergebnisse bei lokalen Suchen)
  • Zeigt Bewertungen (78% vertrauen Online-Bewertungen wie persönlichen Empfehlungen)
  • Ist komplett kostenlos

Vollständiges Profil = 10x mehr Anfragen: Google sagt, dass vollständige Profile 10x mehr Anfragen bekommen als unvollständige. Das bedeutet: Jedes fehlende Feld kostet Sie Kunden.

Checkliste vollständiges Profil:

  • [x] Name (exakt wie auf Ihrer Fassade)
  • [x] Adresse (verifiziert)
  • [x] Telefonnummer
  • [x] Website
  • [x] Kategorie (Hauptkategorie + Unterkategorien)
  • [x] Öffnungszeiten (inklusive Feiertage!)
  • [x] Speisekarte (verlinkt oder hochgeladen)
  • [x] Preisniveau (€ bis €€€€)
  • [x] Attribute (z.B. "Vegane Optionen", "Terrasse", "Reservierung möglich")
  • [x] Beschreibung (750 Zeichen – nutzen Sie sie!)

Fotos sind kritisch:

  • Minimum 20 Fotos, besser 50+
  • Restaurant von außen (damit Menschen Sie finden)
  • Innenraum / Ambiente
  • Speisen (professionell fotografiert!)
  • Team / Küche
  • Details (Bar, Terrasse, Weinkeller, etc.)

Fotos sind der wichtigste Faktor nach Bewertungen. Restaurants mit 50+ Fotos bekommen 45% mehr Anfragen als solche mit 10 Fotos.

Regelmäßige Beiträge (1-2x pro Woche):

  • Neue Gerichte auf der Karte
  • Saisonale Spezialitäten
  • Events (Live Musik, Weinverkostung, etc.)
  • Aktuelle Öffnungszeiten (Feiertage!)
  • Besondere Angebote

Beiträge bleiben 7 Tage sichtbar und signalisieren Google: Dieses Profil ist aktiv.

Bewertungen aktiv managen:

  • Bitten Sie zufriedene Gäste um Bewertungen (per Zettel auf dem Tisch, auf der Rechnung, per E-Mail nach Reservierung)
  • Antworten Sie auf ALLE Bewertungen (positiv wie negativ)
  • Antworten Sie schnell (innerhalb 24h)
  • Bei negativen: Höflich, professionell, Lösung anbieten

Ziel: Minimum 30 Bewertungen, Durchschnitt über 4,3 Sterne. Darunter ist Google Ads schwierig (Menschen klicken nicht auf Restaurants mit schlechten Bewertungen).

Budget für Gastronomie

Gastronomie hat typischerweise niedrigere Margen als andere Branchen. Budget muss realistisch sein.

Kleine Budgets effektiv nutzen

Die gute Nachricht: Restaurant-Keywords sind relativ günstig (0,60-1,50 EUR CPC). Mit kleinem Budget können Sie trotzdem Ergebnisse erzielen.

300-500 EUR/Monat (Minimum):

  • Fokus auf 1-2 Kampagnen (Lokale Suchanzeigen + Maps)
  • Nur Ihre Haupt-Keywords (5-10 Keywords)
  • Geografisches Targeting sehr eng (5-7 km Radius)
  • Zeitplanung nutzen (nur zu Stoßzeiten schalten)

Mit 400 EUR/Monat bei 1 EUR CPC bekommen Sie ca. 400 Klicks. Bei 5% Conversion-Rate (konservativ) sind das 20 Besucher. Bei durchschnittlich 35 EUR pro Besuch sind das 700 EUR Umsatz. Bei 30% Marge: 210 EUR Gewinn minus 400 EUR Kosten = -190 EUR.

Moment, das ist negativ? Ja, im ersten Monat oft. Aber: Nicht alle Conversions sind messbar (viele rufen an, kommen spontan vorbei). Und: Neue Gäste werden oft Stammkunden.

Bessere Rechnung mit wiederkehrenden Gästen: 20 neue Gäste, 35 EUR durchschnittliche Ausgabe. 30% werden Stammkunden (6 Gäste). Diese kommen im Schnitt 10x pro Jahr zurück (6 x 10 x 35 EUR = 2.100 EUR zusätzlicher Umsatz pro Jahr). Bei 30% Marge: 630 EUR Gewinn. Die 400 EUR Werbekosten haben sich also gelohnt.

500-1.000 EUR/Monat (komfortabel):

  • Mehrere Kampagnen (Lokal, Maps, Remarketing)
  • Breitere Keyword-Abdeckung
  • Größeres geografisches Gebiet
  • Ganztägige Schaltung möglich

1.000+ EUR/Monat (für größere Restaurants / Ketten):

  • Alle Kampagnentypen
  • Event-spezifische Kampagnen
  • Remarketing für alle Segmente
  • Display für Branding

Budget-Spartipps:

  1. Zeitplanung: Schalten Sie nur zu relevanten Zeiten (10:30-14:30, 17:30-21:30)
  2. Wochentage: Fokus auf Fr-So wenn Budget knapp ist
  3. Negative Keywords: Aggressiv filtern (sparen Sie 20-30% Budget)
  4. Geo-Targeting: Sehr enge Radien (Menschen fahren selten 30 km zum Essen)

Saisonale Strategien

Gastronomie ist extrem saisonal. Ihre Google Ads Strategie muss das reflektieren.

Feiertage, Sommer, Weihnachten

Hochsaison-Planung (je nach Restaurant-Typ):

Sommer (Mai-September):

  • Restaurants mit Terrasse/Biergarten: +50-100% Budget
  • Keywords: "Restaurant mit Terrasse [Stadt]", "Biergarten [Stadt]", "Draußen essen [Stadt]"
  • Bewerbung der Außenbereiche in Anzeigen

Weihnachtszeit (November-Dezember):

  • Weihnachtsmenü-Kampagnen
  • Keywords: "Weihnachtsessen Restaurant [Stadt]", "Weihnachtsfeier Restaurant"
  • Firmenfeiern gezielt ansprechen
  • Budget +30-50% (hohe Nachfrage)

Valentinstag (Anfang Februar):

  • 2-3 Wochen vorher starten (Menschen reservieren früh)
  • Keywords: "Restaurant Valentinstag [Stadt]", "Romantisches Restaurant [Stadt]"
  • "2-Gänge Valentinsmenü für 2 Personen" bewerben

Muttertag / Vatertag:

  • Ähnlich Valentinstag, 2-3 Wochen vorher
  • Keywords: "Restaurant Muttertag [Stadt]", "Brunch Muttertag"

Silvester:

  • Sehr hohe Nachfrage, sehr wettbewerbsintensiv
  • 4-6 Wochen vorher starten
  • CPCs können 2-3x höher sein

Off-Season-Strategie (je nach Restaurant):

Winter für Sommerrestaurants:

  • Budget reduzieren auf 30-50%
  • Fokus auf Stammkunden (Remarketing)
  • Besondere Angebote bewerben

Praxisbeispiel: Italiener in Frankfurt

Schauen wir uns einen konkreten Fall an.

Ausgangssituation:

  • Italienisches Restaurant in Frankfurt Sachsenhausen
  • 50 Sitzplätze, 30 Plätze auf Terrasse (Sommer)
  • Durchschnittliche Rechnung: 32 EUR pro Person
  • Ziel: Auslastung erhöhen (besonders Di-Do)
  • Google Business Profil: 38 Bewertungen, 4,4 Sterne

Google Ads Setup:

Kampagne 1: Lokale Suchanzeigen

  • Budget: 350 EUR/Monat
  • Keywords: "Italienisches Restaurant Frankfurt", "Italiener Sachsenhausen", "Pizza Frankfurt"
  • Radius: 8 km um Restaurant
  • Zeitplanung: 11:00-14:00 und 17:00-22:00

Kampagne 2: "In der Nähe"

  • Budget: 150 EUR/Monat
  • Automatische Keywords (Google generiert basierend auf GMB)
  • Nur mobile Geräte
  • Ganztägig (Menschen suchen spontan)

Kampagne 3: Remarketing Display

  • Budget: 100 EUR/Monat
  • Sommer-Terrassen-Promotion
  • Website-Besucher der letzten 30 Tage

Gesamt: 600 EUR/Monat (nur Mai-September, in Winter auf 350 EUR reduziert)

Ergebnisse Sommer-Saison (Mai-September, 5 Monate):

| Kanal | Ausgaben | Klicks | Messbare Conversions* | Geschätzte Besucher** | |-------|----------|--------|---------------------|--------------------| | Lokale Suchanzeigen | 1.750 EUR | 1.750 | 88 (Anrufe) | ~150 | | "In der Nähe" | 750 EUR | 600 | 24 (Anrufe) | ~60 | | Remarketing | 500 EUR | 2.000 | 12 (Website-Besuche → Reservierung) | ~15 | | Gesamt | 3.000 EUR | 4.350 | 124 | ~225 |

*Messbar = Anrufe über Call Tracking, Online-Reservierungen **Geschätzt = Manche rufen an und kommen nicht, manche kommen spontan ohne Anruf

Umsatz-Schätzung: 225 Besucher x 32 EUR durchschnittliche Rechnung = 7.200 EUR Umsatz Bei 30% Netto-Marge: 2.160 EUR Gewinn Abzüglich Werbekosten: 2.160 - 3.000 = -840 EUR

Wieder negativ? Ja – im ersten Jahr, ohne Stammkunden-Effekt. Aber: Das Restaurant berichtete, dass 40% der neuen Gäste mindestens einmal wiederkamen. Langfristig (12+ Monate) war die Kampagne profitabel.

Key Learnings:

  • Lokale Suchanzeigen performten am besten (niedrigere CPCs, höhere Conversion)
  • "In der Nähe" hatte überraschend gute Conversion-Rate (spontane Gäste)
  • Remarketing schwer zu messen (viele sahen Anzeige, kamen dann aber ohne Online-Reservierung)
  • Zeitplanung war kritisch – 70% der Klicks außerhalb 11-14 / 17-22 Uhr brachten kaum Conversions
  • Google Business Profil-Optimierung parallel brachte 50% mehr organische Anfragen (kostenlos!)

Optimierungen für Jahr 2:

  • Budget stärker auf 11-14 / 17-22 Uhr fokussiert
  • Di-Do höhere Gebote (Schwachtage gezielt stärken)
  • Fr-Sa niedrigere Gebote (ohnehin ausgebucht)
  • Event-Kampagne für Weinverkostungen (2x monatlich)

Häufige Fragen

Lohnt sich Google Ads mit nur 300 EUR Budget? Ja, aber nur mit striktem Fokus: Nur lokale Suchanzeigen, nur Ihre Top-Keywords, nur zu Stoßzeiten. Optimieren Sie zuerst Ihr Google Business Profil kostenlos – das bringt oft mehr als schlecht gemachte Ads.

Wie messe ich Erfolg wenn viele Gäste spontan vorbeikommen? Nutzen Sie Call Tracking (spezielle Telefonnummer in Anzeigen) und Online-Reservierungssysteme. Aber akzeptieren Sie: Volle Attribution ist unmöglich. Fragen Sie neue Gäste: "Wie haben Sie von uns erfahren?"

Was ist besser: Google Ads oder Instagram/Facebook? Für Restaurants meist Google Ads für direkten Traffic ("Ich bin hungrig, wo soll ich essen?") und Instagram für Branding/Community. Idealerweise beides, aber Google Ads bringt schneller messbare Resultate.

Brauche ich eine Website oder reicht Google My Business? Ein optimiertes Google Business Profil ist wichtiger als eine Website. Aber eine simple Website mit Speisekarte, Fotos und Reservierungsmöglichkeit erhöht Vertrauen und Conversion-Rate. Minimum: GMB perfekt + einfache One-Page-Website.

Fazit

Google Ads für Restaurants funktioniert – aber nur mit realistischen Erwartungen und richtigem Setup. Die wichtigsten Punkte:

  1. Google Business Profil zuerst: Optimieren Sie dies perfekt, bevor Sie Geld ausgeben
  2. Lokale Suchanzeigen: Fokus auf lokale Kampagnen und Google Maps
  3. Bewertungen sind kritisch: Unter 4,0 Sternen verschwenden Sie Geld
  4. Budget realistisch: 400-600 EUR/Monat für erste Ergebnisse
  5. Saisonalität: Passen Sie Budget an Ihre Hochsaison an
  6. Zeitplanung: Schalten Sie nur zu relevanten Zeiten

Der größte Fehler: Erwarten, dass Google Ads sofort profitabel ist. Gastronomie hat niedrige Margen und schwierige Erfolgsmessung. Aber: Neue Gäste werden Stammkunden. Der langfristige Wert ist höher als der erste Besuch.

Google Ads für Restaurants ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Geben Sie es mindestens 3-6 Monate, bevor Sie urteilen.

Wenn Sie unsicher sind, ob und wie Google Ads für Ihr Restaurant funktioniert, helfen wir gerne. Kostenlose Erstberatung vereinbaren.

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