Google Ads vs. Amazon Ads für E-Commerce
Für E-Commerce-Unternehmen ist Amazon Ads zu einem unverzichtbaren Werbekanal geworden – oft sogar wichtiger als Google Ads. Mit über 60% aller Produktsuchen, die mittlerweile auf Amazon starten, hat sich die Landschaft dramatisch verschoben. In diesem Vergleich erfahren Sie, wie sich Google Ads und Amazon Ads für E-Commerce unterscheiden und welche Strategie für Ihr Business die richtige ist.
Einleitung
Stellen Sie sich vor, Sie verkaufen Bluetooth-Kopfhörer. Vor 10 Jahren hätten Sie alle Ihre Marketing-Euros in Google Ads investiert – denn dort haben Menschen nach "Bluetooth Kopfhörer kaufen" gesucht. Heute ist die Realität anders: 65% der Menschen, die Bluetooth-Kopfhörer kaufen möchten, starten ihre Suche direkt auf Amazon.
Das hat das E-Commerce-Marketing fundamental verändert.
Google Ads war lange der Standard für E-Commerce-Werbung: Google Shopping Ads zeigen Produkte prominent in den Suchergebnissen, Display-Ads erreichen potenzielle Käufer auf Websites, und Performance Max optimiert über alle Google-Kanäle. Google erreicht Menschen in der Recherchephase und beim Preisvergleich.
Amazon Ads ist die Werbeplattform auf der weltweit größten E-Commerce-Plattform. Amazon ist nicht nur eine Suchmaschine – es ist eine Kaufmaschine. Menschen kommen zu Amazon mit einer Sache im Kopf: Kaufen. Die Kaufabsicht ist nirgendwo höher als auf Amazon.
Die Frage ist nicht mehr "Google Ads oder Amazon Ads?", sondern "Wie nutze ich beide optimal?" Denn die beste Strategie für die meisten E-Commerce-Unternehmen kombiniert beide Plattformen: Amazon für direkten Verkauf auf der Plattform, Google für Traffic zum eigenen Shop und für Markenaufbau.
In diesem Artikel vergleichen wir beide Plattformen systematisch: Wo suchen Käufer? Welche Targeting-Möglichkeiten gibt es? Was kosten Klicks? Wann sollten Sie welche Plattform priorisieren?
Am Ende haben Sie eine klare Strategie, wie Sie Ihr E-Commerce-Marketingbudget optimal zwischen Google und Amazon aufteilen.
Plattformen-Übersicht
Bevor wir in den Vergleich einsteigen, verschaffen wir uns einen Überblick über beide Plattformen im E-Commerce-Kontext.
Google Shopping und Performance Max
Google Shopping ist Googles primäres E-Commerce-Werbeformat:
Produktanzeigen in den Google-Suchergebnissen:
- Produktbild
- Titel
- Preis
- Shop-Name/Rating
- Erscheinen prominent über organischen Ergebnissen
Wie es funktioniert:
- Sie erstellen einen Produkt-Feed im Google Merchant Center
- Google crawlt Ihre Website und Ihren Feed
- Bei relevanten Suchen zeigt Google Ihre Produkte
- Klick führt direkt zu Ihrer Produktseite (auf Ihrer Website)
Vorteile:
- Hohe Sichtbarkeit bei Google-Suchen
- Visuelle Präsentation (nicht nur Text)
- Traffic geht zu Ihrer Website (Sie besitzen die Kundenbeziehung)
- Kein direkter Preiskampf (Nutzer sehen Konkurrenz, aber Ihre Marke steht im Vordergrund)
Performance Max: Googles neuestes, KI-gesteuertes Format kombiniert Shopping, Display, YouTube, Discover, Gmail und Search in einer Kampagne. Google optimiert automatisch Budget-Verteilung und Creatives.
Amazon Sponsored Products und Brands
Amazon Ads hat drei Hauptformate:
Sponsored Products:
- Einzelne Produkte bewerben
- Erscheinen in Suchergebnissen und auf Produktseiten
- PPC-Modell (Pay-per-Click)
- Sehen aus wie organische Listings (mit "Gesponsert" Badge)
Sponsored Brands:
- Header-Anzeigen mit Logo, Custom Text und 3+ Produkten
- Eigene Landing Page möglich (Amazon Store)
- Markenbekanntheit + Verkauf
Sponsored Display:
- Display-Anzeigen auf und außerhalb von Amazon
- Remarketing möglich
- Audience-Targeting
Wie es funktioniert:
- Ihre Produkte müssen auf Amazon gelistet sein (als Seller oder Vendor)
- Sie erstellen Kampagnen und bieten auf Keywords oder Produkte
- Bei Suchen oder auf relevanten Produktseiten erscheinen Ihre Anzeigen
- Klick führt zu Ihrer Amazon-Produktseite
- Kauf findet auf Amazon statt
Vorteile:
- Extrem hohe Kaufabsicht (Menschen sind auf Amazon zum Kaufen)
- Vertrauen (Amazon-Ökosystem, Prime-Versand)
- Einfacher Checkout (One-Click)
- Reviews und Ratings direkt sichtbar
Wo suchen Käufer?
Die fundamentale Frage: Wo starten Menschen ihre Produktsuche?
Produktsuchen: Amazon dominiert
Die Daten sind eindeutig:
- 65-70% aller Produktsuchen in Deutschland starten auf Amazon
- 30-35% starten auf Google oder anderen Suchmaschinen
- Trend: Amazon-Anteil wächst jährlich
Warum Amazon dominiert:
1. Amazon ist die Produkt-Suchmaschine Menschen haben gelernt: Wenn Sie ein Produkt suchen, gehen Sie zu Amazon. Google ist für Informationen, Amazon ist für Produkte.
2. Sofortige Vergleichbarkeit Auf Amazon sehen Sie sofort Dutzende Optionen mit Preisen, Reviews, Prime-Status. Kein Hin- und Her-Klicken zwischen Websites.
3. Vertrauen und Convenience
- Amazon Prime (2-Tage-Lieferung)
- Einfache Returns
- Amazon-Garantie
- One-Click-Checkout
- Gespeicherte Zahlungsinformationen
4. Reviews und Social Proof Tausende von Rezensionen beeinflussen Kaufentscheidungen mehr als Werbebotschaften.
Beispiel: Person sucht "Yoga-Matte":
- Auf Amazon: 10.000+ Optionen, sortiert nach Relevanz/Bewertung/Preis, kann sofort kaufen
- Auf Google: Muss mehrere Websites besuchen, Preise vergleichen, Account erstellen, Versandkosten prüfen
Die Friction ist auf Amazon minimal.
Markensuchen: Google dominiert
Aber: Google dominiert bei Markensuchen und Recherche-Intent.
Wenn Menschen:
- Eine spezifische Marke suchen ("Nike Air Max")
- Vergleiche suchen ("beste Laufschuhe 2026")
- Reviews lesen möchten
- Nach lokalen Optionen suchen
- Sich informieren wollen (nicht sofort kaufen)
...dann nutzen sie Google.
Zusätzlich: Viele Menschen recherchieren auf Google und kaufen dann auf Amazon. Google beeinflusst also den Kaufprozess, auch wenn der Verkauf auf Amazon stattfindet.
Targeting und Intent
Die Targeting-Möglichkeiten und das Intent-Level unterscheiden sich erheblich.
Google: Awareness bis Purchase
Google deckt die gesamte Customer Journey ab:
Top-of-Funnel (Awareness):
- Display-Ads auf Partnerwebsites
- YouTube-Ads
- Discovery-Ads
- Ziel: Markenbekanntheit, Produkt bekanntmachen
Middle-of-Funnel (Consideration):
- Display-Remarketing
- YouTube-Produktvideos
- Shopping-Anzeigen bei Vergleichssuchen
- Ziel: Erwägung, Vergleich
Bottom-of-Funnel (Purchase):
- Shopping-Anzeigen bei "kaufen"-Suchen
- Search-Anzeigen mit transactional Intent
- Remarketing für Warenkorbabbrecher
- Ziel: Conversion
Flexibilität: Google ermöglicht es, Nutzer in jeder Phase zu erreichen und zu begleiten.
Targeting-Optionen:
- Keywords (Intent-basiert)
- Audiences (Interessen, In-Market)
- Demographics
- Remarketing
- Similar Audiences
Amazon: Kaufbereit (High Intent)
Amazon ist fast ausschließlich Bottom-of-Funnel:
Menschen auf Amazon sind:
- 98%+ mit Kaufabsicht: Niemand browst Amazon zur Unterhaltung
- Preissensibel: Direkter Vergleich mit Konkurrenz
- Schnell entscheidend: Wenige Minuten von Suche zu Kauf
Targeting-Optionen:
Keyword-Targeting (wie Google):
- Bieten Sie auf Suchbegriffe
- Broad, Phrase, Exact Match
- Negative Keywords
Product-Targeting (einzigartig zu Amazon):
- Targeten Sie spezifische Konkurrenz-Produkte
- Erscheinen Sie auf deren Produktseiten
- "Wer Produkt X ansieht, sieht auch Ihre Anzeige"
Category-Targeting:
- Erscheinen Sie in gesamten Produktkategorien
Audience-Targeting (Sponsored Display):
- Remarketing von Amazon-Käufern
- In-Market Audiences
- Lifestyle-Segmente
Limitation: Kaum Top-of-Funnel-Möglichkeiten. Amazon ist für Conversion, nicht für Awareness.
Kosten im Vergleich
Die Kostenfrage ist komplex, weil die Metriken unterschiedlich sind.
Google Shopping CPCs
Google Shopping Durchschnitts-CPCs:
- Allgemein E-Commerce: 0,40-1,20€
- Mode/Accessoires: 0,30-0,80€
- Elektronik: 0,50-1,50€
- Home & Living: 0,40-1,00€
- Beauty: 0,50-1,20€
Vorteile:
- Klick geht zu Ihrer Website
- Sie besitzen die Kundenbeziehung
- Möglichkeit für Upselling, Cross-Selling
- E-Mail-Adresse für Marketing
Nachteile:
- Niedrigere Conversion-Rate als Amazon (Nutzer müssen Account erstellen, Versand wählen, etc.)
- Verlust durch Warenkorbabbruch
Amazon ACoS und CPCs
Amazon Ads werden anders gemessen:
ACoS (Advertising Cost of Sales) = (Werbekosten / Werbeumsatz) × 100
Beispiel: Sie geben 100€ für Amazon Ads aus und generieren 500€ Umsatz → ACoS = 20%
Typische ACoS-Werte:
- Launch-Phase (neue Produkte): 40-60%
- Etablierte Produkte: 15-30%
- Best Performers: 10-15%
- Organisch starke Produkte: 5-10%
Amazon CPCs (variiert stark nach Kategorie):
- Durchschnitt: 0,50-2,00€
- Umkämpfte Kategorien (Elektronik, Supplements): 2-5€
- Nischen: 0,20-0,80€
ROAS Vergleich
Return on Ad Spend: Für jeden Euro Werbekosten, wie viel Umsatz?
Google Shopping ROAS:
- Durchschnitt: 3:1 bis 5:1
- Gut optimiert: 5:1 bis 8:1
- Top-Performer: 8:1+
Amazon Ads ROAS:
- Durchschnitt: 3:1 bis 7:1
- Gut optimiert: 7:1 bis 12:1
- Top-Performer: 12:1+
Warum Amazon oft höheren ROAS hat:
- Höhere Conversion-Rates (8-15% vs. 2-4% bei Google)
- Niedrigere Friction (One-Click-Checkout)
- Höheres Vertrauen (Amazon-Ökosystem)
ABER: Bei Amazon behalten Sie nur die Marge nach Amazon-Gebühren (15-45%). Bei Google behalten Sie mehr pro Verkauf.
Beispielrechnung:
- Google: 100€ Werbekosten → 400€ Umsatz → 150€ Gewinn (nach Kosten)
- Amazon: 100€ Werbekosten → 600€ Umsatz → 150€ Gewinn (nach Amazon-Gebühren und Kosten)
Trotz höherem ROAS auf Amazon ist der absolute Gewinn oft ähnlich.
Wann Google?
Es gibt klare Szenarien, in denen Google Ads für E-Commerce die bessere Wahl ist.
Eigener Online-Shop
Wenn Sie primär oder ausschließlich über Ihren eigenen Shop verkaufen, ist Google unverzichtbar:
1. Sie sind nicht auf Amazon: Offensichtlich, aber wichtig: Wenn Sie nicht auf Amazon verkaufen (oder verkaufen wollen), ist Google Ihre beste Option für bezahlten Traffic.
2. Unabhängigkeit von Amazon: Viele Händler wollen nicht von Amazon abhängig sein:
- Amazon kann Ihr Konto sperren
- Amazon kontrolliert die Kundenbeziehung
- Amazon-Gebühren fressen Marge
3. Höhere Margen: Auf Ihrer eigenen Website behalten Sie 100% des Verkaufspreises (minus Payment-Gebühren ~2%). Auf Amazon zahlen Sie 15-45% Gebühren.
4. Kundenbeziehung aufbauen:
- E-Mail-Adressen sammeln
- Customer Lifetime Value erhöhen
- Remarketing-Möglichkeiten
- Community aufbauen
5. Branding: Ihre Website, Ihre Marke, Ihre Story. Auf Amazon sind Sie ein Listing unter tausenden.
Branding und TOFU
Für Top-of-Funnel und Branding ist Google stärker:
YouTube-Ads:
- Brand-Storytelling
- Produktdemos
- Influencer-Kooperationen
- Emotionale Verbindung
Display-Ads:
- Reichweite außerhalb von Shopping-Kontext
- Lifestyle-Branding
- Retargeting
Discovery-Ads:
- Native Platzierung in Gmail, YouTube, Discover
- Soft-Touch-Awareness
Performance Max:
- Omnichannel-Präsenz
- Automatisierte Optimierung über alle Google-Properties
Amazon kann Branding nicht leisten. Amazon ist transaktional, nicht emotional.
Wann Amazon?
Es gibt auch zahlreiche Szenarien, in denen Amazon Ads die bessere oder sogar einzige sinnvolle Wahl ist.
Amazon Seller/Vendor
Wenn Sie auf Amazon verkaufen, sind Amazon Ads ein Muss:
Ohne Ads keine Sichtbarkeit
Die Amazon-Realität:
- 70%+ der Klicks gehen an die ersten 3 organischen + gesponserten Positionen
- 95%+ schauen nicht auf Seite 2
- Ohne Ads: Kein Traffic, keine Sales, keine Bewertungen
- Ohne Bewertungen: Kein organisches Ranking
- Teufelskreis: Neue Produkte brauchen Ads, um zu starten
Der Launch-Zyklus:
- Neues Produkt → keine Historie → schlechtes organisches Ranking
- Amazon Ads schalten → Traffic generieren → Verkäufe generieren
- Verkäufe → Bewertungen → besseres organisches Ranking
- Besseres Ranking → mehr organischer Traffic → Ads-Budget reduzieren können
Ohne Amazon Ads ist es praktisch unmöglich, auf Amazon erfolgreich zu sein.
Direkter Produktverkauf
Für direkten, sofortigen Verkauf ist Amazon unschlagbar:
Höchste Conversion-Rates:
- Amazon: 8-15% Conversion-Rate (abhängig von Kategorie)
- Google Shopping zu eigenem Shop: 2-4%
- Faktor 3-4x höher auf Amazon
Warum?
- Vertrauen (Amazon-Marke)
- Convenience (One-Click, gespeicherte Daten)
- Versand (Prime = 1-2 Tage)
- Returns (einfach und kostenlos)
- Keine Kontoerstellung nötig
Für welche Produkte besonders stark?
- Commodity-Produkte (Kabel, Batterien, Haushalt)
- Verbrauchsgüter (Supplements, Beauty, Food)
- Impulse-Buys (unter 50€)
- Amazon-Prime-optimierte Produkte
Beispiel: Jemand sucht "USB-C-Kabel":
- Auf Amazon: Klick → sieht Produkt mit 4,5 Sternen und Prime → klickt "Kaufen" → fertig (30 Sekunden)
- Auf Google → eigener Shop: Klick → sieht Produkt → legt in Warenkorb → Account erstellen → Versandadresse → Zahlungsmethode → Bestellen (5 Minuten + höhere Abbruchrate)
Kombinierte Strategie
Die beste E-Commerce-Strategie nutzt beide Plattformen für unterschiedliche Zwecke.
Beide Plattformen für maximale Reichweite
Full-Funnel E-Commerce-Ansatz:
Amazon Ads (50-70% Budget):
- Primär: Sponsored Products für Bestseller
- Sekundär: Sponsored Brands für Markenbewusstsein
- Ziel: Verkauf auf Amazon maximieren, Flywheel in Gang bringen
- Metriken: ACoS, ROAS, organische Rankings
Google Ads (30-50% Budget):
- Google Shopping: Für eigenen Shop (wenn vorhanden)
- YouTube: Brand Storytelling, Produktvideos
- Display Remarketing: Warenkorbabbrecher zurückholen
- Ziel: Eigenen Shop stärken, Marke aufbauen, Amazon-unabhängigen Traffic
- Metriken: ROAS, Customer Lifetime Value
Strategische Überlegungen:
1. Neue Produkte: Starten Sie auf Amazon (schnellere Validierung, einfacherer Launch) 2. Etablierte Produkte: Skalieren Sie auf Google (eigener Shop, Margenoptimierung) 3. Brand-Building: Google (YouTube, Display) → treibt auch Amazon-Verkäufe 4. Direktverkauf: Amazon (höchste Conversion-Rates)
Beispiel Brand-Strategie:
- YouTube-Ads: Brand-Story, Produkt-Benefits → 100k Views
- Ein Teil googelt später "[Markenname]" oder sucht auf Amazon
- Google Search: Branded-Keywords zu eigenem Shop
- Amazon: Sponsored Brands für Markensichtbarkeit
- Beide profitieren von der Awareness
Vergleichstabelle
Hier die kompakte Übersicht:
| Kriterium | Google Ads | Amazon Ads | Vorteil | |-----------|------------|------------|---------| | Wo Käufer starten | 30-35% Produktsuchen | 65-70% Produktsuchen | Amazon | | Kaufabsicht | Hoch | Sehr hoch | Amazon | | Conversion-Rate | 2-4% | 8-15% | Amazon | | Durchschn. ROAS | 3:1 - 5:1 | 3:1 - 7:1 | Amazon | | Durchschn. CPC | 0,40-1,20€ | 0,50-2€ | Google | | Wo Verkauf stattfindet | Ihre Website | Amazon | Eigene Website | | Kundenbeziehung | Sie besitzen | Amazon besitzt | Google | | Marge pro Verkauf | Höher | Niedriger (Amazon-Gebühren) | Google | | Setup-Komplexität | Mittel-Hoch | Mittel | Amazon | | Branding-Möglichkeiten | Exzellent (YouTube, Display) | Begrenzt | Google | | Für neue Produkte | Schwerer (Vertrauen aufbauen) | Einfacher (Amazon-Vertrauen) | Amazon | | Für Marken-Shops | Essentiell | Optional | Google | | Nur auf Amazon verkaufen | Nicht möglich | Einzige Option | Amazon | | Eigener Shop | Unverzichtbar | Optional | Google | | Top-of-Funnel | Möglich (YouTube, Display) | Nicht möglich | Google |
Häufige Fragen
Soll ich auf Amazon oder im eigenen Shop verkaufen? Idealerweise beides. Amazon für Reichweite und schnellen Verkauf, eigener Shop für höhere Margen und Kundenbeziehungen. Starten Sie auf Amazon für schnelle Validierung, bauen Sie parallel Ihren Shop auf.
Was ist profitabler: Google Ads oder Amazon Ads? Kommt auf Ihr Geschäftsmodell an. Amazon hat höhere Conversion-Rates, aber niedrigere Margen (nach Gebühren). Google bringt weniger Conversions, aber Sie behalten mehr pro Verkauf. Oft ist der absolute Gewinn ähnlich.
Brauche ich Amazon Ads, wenn ich schon organisch ranke? Ja. Auch bei organischen Rankings helfen Ads, Top-Positionen zu halten, Konkurrenz zu blockieren und neue Produkte zu launchen. Top-Seller nutzen beide: organisch + paid.
Kann ich mit Google Ads auf Amazon-Verkäufe abzielen? Nicht direkt. Wenn Nutzer auf Ihre Google-Anzeige klicken und zur Amazon-Produktseite gehen, verlieren Sie die Attribution. Besser: Nutzen Sie Google für Ihren eigenen Shop und Amazon Ads für Amazon-Verkäufe.
Fazit
Google Ads und Amazon Ads sind keine Konkurrenten – sie dienen unterschiedlichen Zwecken in Ihrer E-Commerce-Strategie.
Nutzen Sie Amazon Ads, wenn:
- Sie auf Amazon verkaufen (dann ist es ein Muss)
- Sie maximale Conversion-Rates wollen
- Sie neue Produkte schnell launchen möchten
- Ihr Fokus auf direktem Verkauf liegt
- Sie das Amazon-Ökosystem nutzen wollen
Nutzen Sie Google Ads, wenn:
- Sie einen eigenen Online-Shop haben
- Branding und Markenaufbau wichtig sind
- Sie Kundenbeziehungen aufbauen wollen
- Sie höhere Margen pro Verkauf bevorzugen
- Sie unabhängig von Amazon sein möchten
Die ideale E-Commerce-Strategie:
- Verkaufen Sie auf beiden Kanälen: Amazon (für Reichweite) + eigener Shop (für Margen)
- Werben Sie auf beiden Plattformen: Amazon Ads für Amazon-Verkäufe, Google Ads für eigenen Shop
- Budget-Split: 50-70% Amazon Ads (wenn auf Amazon), 30-50% Google Ads
- Nutzen Sie Synergien: YouTube-Branding treibt beide Kanäle
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Mehr zu allen E-Commerce-Strategien finden Sie in unserem Google Ads Alternativen-Überblick.