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Demand Gen Kampagnen: Alles was Sie wissen müssen

Kampagnentypen17 Min. Lesezeit

Demand Gen Kampagnen: Alles was Sie wissen müssen

Sie möchten neue Zielgruppen erreichen und Nachfrage für Ihre Produkte generieren, bevor Nutzer aktiv danach suchen? Dann sind Demand Gen Kampagnen genau das richtige Werkzeug für Sie. Als Nachfolger der Discovery-Kampagnen hat Google diesen Kampagnentyp 2023 eingefuehrt, um Werbetreibenden bessere Moeglichkeiten zur Nachfragegenerierung auf visuell ansprechenden Plattformen zu bieten.

Demand Gen Kampagnen kombinieren die Reichweite von YouTube, Gmail und dem Discover Feed mit erweiterten Features wie Lookalike Audiences, A/B-Testing und verbesserten Video-Formaten. Sie erreichen Nutzer in Momenten der Inspiration und Entdeckung – nicht wenn sie bereits nach Lösungen suchen, sondern wenn sie offen für neue Ideen sind. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Funktionsweise, Einrichtung und Best Practices für erfolgreiche Demand Gen Kampagnen. Dieser Leitfaden basiert auf aktuellen Erkenntnissen aus Google Ads Kampagnentypen und wird regelmaessig aktualisiert.

Was sind Demand Gen Kampagnen?

Demand Gen Kampagnen sind Googles modernster Ansatz zur Nachfragegenerierung auf visuellen und mobilen Plattformen. Sie wurden entwickelt, um Marken dabei zu helfen, potenzielle Kunden frueh in ihrer Kaufreise zu erreichen und Interesse zu wecken, bevor konkrete Suchabsichten entstehen.

Definition

Im Gegensatz zu Suchnetzwerk-Kampagnen, die auf bestehende Nachfrage reagieren, schaffen Demand Gen Kampagnen aktiv neue Nachfrage. Sie erscheinen auf Plattformen, auf denen Nutzer Inhalte konsumieren und entdecken möchten: im YouTube Home Feed, YouTube Shorts, im Discover Feed auf Mobilgeraeten und in den Social- und Promotions-Tabs von Gmail.

Der Fokus liegt auf visuell ansprechenden Inhalten, die Nutzer inspirieren und einbeziehen. Statt Keywords zu targeten, erreichen Sie Zielgruppen basierend auf Interessen, Verhaltensweisen und demografischen Merkmalen. Die KI von Google optimiert automatisch, wo und wann Ihre Anzeigen erscheinen, um maximales Engagement zu erzielen.

Demand Gen nutzt maschinelles Lernen, um aehnliche Nutzer zu finden (Lookalike Modeling) und die Performance kontinuierlich zu verbessern. Sie liefern kreative Assets – Bilder, Videos, Headlines und Beschreibungen – und Google kombiniert diese optimal für verschiedene Platzierungen.

Von Discovery zu Demand Gen

Demand Gen ist die direkte Weiterentwicklung von Discovery-Kampagnen. Google hat den Kampagnentyp im Oktober 2023 eingefuehrt, um Werbetreibenden mehr Kontrolle, bessere Berichterstattung und leistungsfaehigere Features zu bieten. Bestehende Discovery-Kampagnen wurden automatisch zu Demand Gen migriert.

Der Uebergang spiegelt Googles Fokus auf videobasierte Inhalte wider. Während Discovery hauptsaechlich bildbasiert war, setzt Demand Gen stark auf Video-Assets, insbesondere auf YouTube Shorts. Dies folgt dem Trend zu kurzen, vertikalen Videos, die auf mobilen Geraeten dominieren.

Die wichtigsten Verbesserungen gegenüber Discovery umfassen:

  • Native Unterstuetzung für YouTube Shorts als primaerem Platzierungsort
  • Erweiterte Lookalike Segment-Erstellung basierend auf Ihren besten Kunden
  • Eingebaute A/B-Testing-Funktionalitaet auf Kampagnenebene
  • Detailliertere Berichterstattung zu Platzierungen und Asset-Performance
  • Bessere Integration mit Conversion-Zielen und Wertbasierter Optimierung

Platzierungen

Demand Gen Kampagnen erscheinen auf vier Hauptplattformen innerhalb des Google-Oekosystems:

YouTube Home Feed: Ihre Anzeigen werden zwischen organischen Videos auf der YouTube-Startseite angezeigt, wenn Nutzer durch Empfehlungen scrollen. Diese Platzierung eignet sich ideal für Awareness und Produktentdeckung.

YouTube Shorts Feed: Kurze, vertikale Videos im Shorts-Format erreichen Nutzer zwischen unterhaltsamen Kurzvideos. Mit über 2 Milliarden monatlichen Shorts-Nutzern ist dies eine der reichweitensstaerksten Platzierungen.

Discover Feed: Auf Android-Geraeten und in der Google App erscheinen Ihre Anzeigen im personalisierten Discover Feed, wo Nutzer News und interessante Inhalte entdecken.

Gmail: Ihre Anzeigen werden in den Social- und Promotions-Tabs von Gmail angezeigt und erreichen Nutzer während sie ihre E-Mails checken.

Neue Features gegenüber Discovery

Google hat Demand Gen mit mehreren leistungsstarken Features ausgestattet, die über die Moeglichkeiten von Discovery-Kampagnen hinausgehen. Diese Verbesserungen bieten bessere Kontrolle, Optimierung und Messung Ihrer Nachfragegenerierung.

Lookalike Segments

Eines der maechtigsten neuen Features sind erweiterte Lookalike Segments. Diese erlauben es Ihnen, neue Zielgruppen zu finden, die Ihren besten bestehenden Kunden aehneln.

Sie können Lookalike Segments basierend auf verschiedenen Datenquellen erstellen:

  • Website-Besucher mit hoher Engagement-Dauer
  • Convertierende Nutzer aus fruheren Kampagnen
  • Hochwertige Kunden aus Ihrem CRM (Customer Match)
  • Nutzer bestimmter YouTube-Videos oder Kanaele

Google analysiert die Merkmale dieser Zielgruppen und findet aehnliche Nutzer im gesamten Google-Netzwerk. Sie können die Aehnlichkeitsgenauigkeit steuern: Engere Segmente sind aehnlicher Ihren Quellnutzern (hoehere Qualität), während breitere Segmente mehr Reichweite bieten.

Lookalike Segments sind besonders wertvoll für die Skalierung. Wenn Sie eine profitable Nische gefunden haben, helfen Lookalikes dabei, mehr aehnliche Nutzer zu erreichen ohne manuelles Testing neuer Zielgruppen. Die kontinuierliche Aktualisierung sorgt dafuer, dass die Segmente immer aktuell bleiben.

Erweiterte Video-Formate

Demand Gen wurde für das Video-Zeitalter entwickelt und bietet native Unterstuetzung für verschiedene Video-Formate. Im Gegensatz zu Discovery, das primaer bildbasiert war, stehen bei Demand Gen Videos im Mittelpunkt.

YouTube Shorts: Vertikale Videos bis 60 Sekunden Laenge, die speziell für mobile Nutzung optimiert sind. Dies ist das am staerksten wachsende Format und sollte in jeder Demand Gen Kampagne eingesetzt werden.

Standard-Videos: Horizontale Videos in verschiedenen Laengen für YouTube Home Feed und In-Feed-Platzierungen. Ideal für ausfuehrlichere Produktpraesentationen oder Storytelling.

Mehrere Video-Assets: Sie können verschiedene Video-Laengen und -Formate hochladen. Googles KI waehlt automatisch das beste Format für jede Platzierung. Ein 15-sekuendiges Video für Shorts, ein 30-sekuendiges für Home Feed.

Die Video-Optimierung erfolgt automatisch. Sie liefern Rohmaterial, Google testet verschiedene Versionen und Platzierungen, um herauszufinden, was am besten funktioniert. Asset-Reporting zeigt Ihnen, welche Videos die höchste Performance erzielen.

A/B-Testing

Ein entscheidender Vorteil von Demand Gen ist das integrierte A/B-Testing auf Kampagnenebene. Sie können verschiedene Strategien direkt miteinander vergleichen, ohne manuell Duplikate zu erstellen.

Sie können testen:

  • Verschiedene Zielgruppen-Kombinationen
  • Asset-Variationen (Bilder vs. Videos)
  • Gebots- und Budgetstrategien
  • Conversion-Ziele

Google teilt den Traffic gleichmaessig zwischen den Test-Varianten auf und misst die Ergebnisse statistisch signifikant. Nach einer definierten Testphase erhalten Sie klare Empfehlungen, welche Variante besser performt. Dies macht die Optimierung systematisch und datenbasiert statt auf Bauchgefuehl zu basieren.

Das Testing-Framework ist besonders nuetzlich für kreative Optimierung. Sie können verschiedene Storytelling-Ansaetze, Angebots-Highlights oder Call-to-Actions testen und objektiv messen, was Ihre Zielgruppe bevorzugt.

Verbesserte Berichterstattung

Discovery-Kampagnen wurden oft für mangelnde Transparenz kritisiert. Demand Gen behebt dieses Problem mit deutlich detaillierteren Berichten.

Sie erhalten nun Einsichten in:

  • Performance nach spezifischer Platzierung (YouTube Home, Shorts, Discover, Gmail)
  • Asset-Level-Reporting für jedes Bild und Video
  • Zielgruppen-Performance für verschiedene Segmente
  • Conversion-Pfad-Analyse, um den Einfluss auf die Customer Journey zu verstehen

Die Platzierungs-Berichte zeigen genau, wo Ihre Anzeigen die beste Performance erzielen. Wenn YouTube Shorts deutlich besser konvertiert als Gmail, können Sie Ihr Budget entsprechend umschichten oder separate Kampagnen mit platzierungsspezifischen Assets erstellen.

Asset-Reporting identifiziert Ihre staerksten kreativen Elemente. Sie sehen, welche Videos, Bilder oder Headlines die meisten Conversions generieren und können unterperformende Assets pausieren oder ersetzen.

Demand Gen Kampagne erstellen

Die Einrichtung einer Demand Gen Kampagne folgt einem strukturierten Prozess. Eine sorgfaeltige Planung der Zielgruppen, Assets und Gebotsstrategie ist entscheidend für den Erfolg.

Kampagneneinstellungen

Beginnen Sie in Google Ads mit dem Erstellen einer neuen Kampagne und wählen Sie "Demand Gen" als Kampagnentyp. Wählen Sie dann Ihr primaeres Kampagnenziel: Website-Traffic, Leads, Produkt- und Markenberuecksichtigung oder Verkaufsumsatz. Dieses Ziel bestimmt, welche Gebotsstrategien verfügbar sind und worauf die KI optimiert.

Legen Sie Ihr Tagesbudget fest. Demand Gen Kampagnen benötigen in der Regel mindestens 20-35 EUR pro Tag, um genügend Daten für die maschinelle Lernphase zu sammeln. Bei kleineren Budgets dauert die Optimierung laenger und die Performance kann inkonsistent sein.

Wählen Sie Ihre Standorte und Sprachen. Im Gegensatz zu Suchanzeigen, wo Sie praezise lokale Targeting benötigen, können Sie bei Demand Gen oft breiter starten, da die Zielgruppen-Definition bereits Einschraenkungen enthhaelt. Aktivieren Sie die empfohlenen Platzierungen (YouTube, Discover, Gmail) oder deaktivieren Sie bestimmte Platzierungen, wenn Sie diese ausschliessen möchten.

Unter erweiterten Einstellungen können Sie Start- und Enddaten festlegen, Frequenzbegrenzungen definieren (wichtig, um Nutzer nicht zu ueberlasten) und Geraetetypen priorisieren. Da Demand Gen hauptsaechlich auf mobilen Geraeten genutzt wird, sollten Sie Mobile nicht ausschliessen.

Zielgruppen definieren

Die Zielgruppen-Definition ist der wichtigste Teil Ihrer Kampagne. Im Gegensatz zu keyword-basierten Kampagnen haengt Ihr Erfolg direkt davon ab, wie gut Sie Ihre idealen Kunden definieren.

Sie können mehrere Zielgruppen-Typen kombinieren:

Ihre Daten-Segmente: Nutzen Sie Remarketing-Listen von Ihrer Website, App-Nutzer oder Customer Match Listen aus Ihrem CRM. Diese Erstpartei-Daten sind am wertvollsten, da Sie bereits Interesse oder Kaufhistorie zeigen.

Lookalike Segments: Erstellen Sie Lookalikes basierend auf Ihren besten Kunden. Google findet Nutzer mit aehnlichen Merkmalen und Verhaltensweisen.

Interessengruppen: Targeten Sie vordefinierte Affinity Audiences (langfristige Interessen) oder In-Market Audiences (aktuelle Kaufabsichten). Diese sind breiter, bieten aber mehr Reichweite.

Demografische Merkmale: Grenzen Sie nach Alter, Geschlecht, Haushaltseinkommen oder Elternstatus ein, wenn dies für Ihr Produkt relevant ist.

Detaillierte demografische Merkmale: Noch spezifischere Optionen wie Bildungsgrad, Eigentumsverhaeltnisse oder Beschaeftigungssituation.

Kombinieren Sie verschiedene Signale, um Ihre ideale Zielgruppe zu definieren. Beispiel: Lookalike Ihrer Convertierer + In-Market für Ihre Produktkategorie + Alter 25-45. Die KI nutzt diese Signale als Ausgangspunkt und findet weitere aehnliche Nutzer.

Erstellen Sie mehrere Zielgruppen-Kombinationen in separaten Anzeigengruppen, um zu testen, welche am besten performt. Dies erlaubt spezifische Gebote und Assets pro Zielgruppe.

Assets erstellen

Demand Gen Kampagnen sind asset-basiert. Sie laden verschiedene kreative Elemente hoch, und Google kombiniert diese automatisch für optimale Performance auf verschiedenen Platzierungen.

Videos: Laden Sie mindestens 2-5 verschiedene Videos hoch. Empfehlenswert sind:

  • Mindestens ein vertikales Video (9:16) für YouTube Shorts
  • Horizontale Videos (16:9) für YouTube Home Feed
  • Videos in verschiedenen Laengen (6-15 Sek., 15-30 Sek., 30-60 Sek.)

Bilder: Fuegen Sie 10-20 hochwertige Bilder hinzu in verschiedenen Seitenverhaeltnissen (Quadratisch 1:1, Landscape 1.91:1, Portrait 4:5). Diese werden für Gmail und Discover verwendet, wenn keine Videos verfügbar sind.

Headlines: Schreiben Sie 5 verschiedene Headlines (max. 40 Zeichen). Variieren Sie den Ansatz: Produkt-fokussiert, nutzen-orientiert, frage-basiert.

Lange Headlines: 5 lange Headlines (max. 90 Zeichen) erlauben ausfuehrlichere Botschaften.

Beschreibungen: 5 Beschreibungen (max. 90 Zeichen) die Ihr Angebot erklären und einen Call-to-Action enthalten.

Business Name: Ihr Firmenname (max. 25 Zeichen).

Call-to-Action: Wählen Sie einen passenden CTA-Button (z.B. "Mehr erfahren", "Jetzt kaufen", "Anmelden").

Je mehr hochwertige Assets Sie bereitstellen, desto besser kann die KI optimieren. Google testet automatisch verschiedene Kombinationen und zeigt die performantesten Varianten haeufiger an. Das Asset-Reporting zeigt Ihnen später, welche Elemente am besten funktionieren.

Gebotsstrategie wählen

Die Gebotsstrategie bestimmt, wie Google Ihr Budget einsetzt und worauf optimiert wird. Wählen Sie basierend auf Ihrem primaeren Ziel:

Maximize Clicks: Ziel ist es, moeglichst viele Klicks zu generieren. Geeignet für Traffic-Ziele oder wenn Sie neue Zielgruppen testen und mehr Daten sammeln möchten.

Maximize Conversions: Google optimiert automatisch, um die meisten Conversions zu erzielen. Dies erfordert Conversion-Tracking und funktioniert am besten, wenn Sie bereits mindestens 30 Conversions pro Monat haben.

Target CPA (Cost per Acquisition): Sie legen einen Ziel-CPA fest, und Google versucht, Conversions zu diesem Preis zu erzielen. Nutzen Sie dies, wenn Sie klare Profitabilitaetsziele haben. Benoetigt eine Lernphase und historische Conversion-Daten.

Maximize Conversion Value: Optimiert nicht nur auf Conversion-Anzahl, sondern auf den Gesamtwert der Conversions. Ideal für E-Commerce mit unterschiedlichen Bestellwerten oder Leads mit unterschiedlicher Qualität.

Target ROAS (Return on Ad Spend): Sie definieren einen Ziel-ROAS (z.B. 400% = für jeden ausgegebenen Euro 4 Euro Umsatz), und Google optimiert darauf. Dies ist die fortgeschrittenste Strategie und erfordert Conversion-Wert-Tracking.

Für neue Kampagnen ohne historische Daten empfiehlt sich der Start mit "Maximize Conversions" ohne Ziel-CPA. Nach 2-4 Wochen und ausreichend Conversions können Sie zu zielbasierten Strategien wechseln. Die Lernphase dauert typischerweise 1-2 Wochen, in denen die Performance volatil sein kann.

Best Practices

Erfolgreiche Demand Gen Kampagnen folgen bewaehrten Prinzipien für kreative Qualität, Zielgruppen-Targeting und kontinuierliche Optimierung. Diese Best Practices basieren auf Erkenntnissen aus hunderten Kampagnen.

Kreativ-Tipps

Mobile-First denken: Über 90% der Demand Gen Impressionen erfolgen auf mobilen Geraeten. Ihre Assets müssen auf kleinen Bildschirmen funktionieren. Große Texte, klare visuelle Hierarchie und schnell erfassbare Botschaften sind entscheidend.

Die ersten 3 Sekunden zaehlen: Nutzer scrollen schnell durch Feeds. Ihr Video oder Bild muss sofort Aufmerksamkeit erregen. Starten Sie mit einem visuellen Hook, einer interessanten Frage oder einem ueberraschenden Element.

Vertikale Videos priorisieren: YouTube Shorts ist die wichtigste Platzierung. Investieren Sie in hochwertige vertikale Videos im 9:16-Format. Diese sollten nicht einfach zugeschnittene horizontale Videos sein, sondern speziell für vertikales Viewing produziert werden.

Testen Sie verschiedene Storytelling-Ansaetze: Erstellen Sie Assets mit unterschiedlichen Winkeln. Ein Video zeigt das Problem, das Sie loesen. Ein anderes zeigt Social Proof von zufriedenen Kunden. Ein drittes demonstriert das Produkt in Aktion. Lassen Sie die Daten zeigen, was resoniert.

Untertitel sind Pflicht: Viele Nutzer schauen Videos ohne Ton. Fuegen Sie Text-Overlays oder Untertitel hinzu, damit Ihre Botschaft auch ohne Audio verstanden wird.

Authentizitaet schlaegt Perfektion: User-Generated Content und authentische Videos performen oft besser als hochglanzpolierte Werbung. Menschen scrollen durch soziale Feeds – Ihre Anzeigen sollten sich nativ einfuegen, nicht wie traditionelle Werbung aussehen.

Zielgruppen-Tipps

Starten Sie mit Ihren besten Daten: Nutzen Sie Erstpartei-Daten als Basis. Website-Besucher mit hohem Engagement, Kaeufer oder E-Mail-Abonnenten sind die wertvollsten Zielgruppen. Erstellen Sie Lookalikes basierend auf diesen Segmenten.

Schichten Sie Zielgruppen: Kombinieren Sie verschiedene Signale für praeziseres Targeting. Beispiel: Lookalike Ihrer Kunden + In-Market für verwandte Produkte + passende demografische Merkmale. Dies grenzt die Zielgruppe ein ohne zu restriktiv zu sein.

Breiter starten, dann verfeinern: Beginnen Sie mit breiteren Zielgruppen (weite Lookalikes, groessere Interessengruppen), um genügend Volumen für die Lernphase zu haben. Nach 2-3 Wochen können Sie basierend auf den Daten einschraenken.

Segmentieren Sie für verschiedene Funnel-Stufen: Erstellen Sie separate Anzeigengruppen für Cold Audiences (nie interagiert), Warm Audiences (Website-Besucher ohne Conversion) und Hot Audiences (Warenkorbabbrecher, engagierte Nutzer). Passen Sie Botschaften und Gebote entsprechend an.

Nutzen Sie Ausschluesse strategisch: Schliessen Sie bestehende Kunden aus Akquisitions-Kampagnen aus (wenn nicht für Up-Selling). Excludieren Sie Convertierer aus unteren Funnel-Zielgruppen, um Budget-Verschwendung zu vermeiden.

Optimierungstipps

Geben Sie der Lernphase Zeit: Demand Gen nutzt maschinelles Lernen, das 1-2 Wochen braucht, um zu optimieren. Vermeiden Sie haeufige Aenderungen an Budget, Geboten oder Zielgruppen in dieser Zeit. Jede große Aenderung startet die Lernphase neu.

Analysieren Sie Asset-Performance regelmaessig: Schauen Sie woechentlich in die Asset-Berichte. Identifizieren Sie Videos und Bilder mit niedriger Performance (Low rating) und ersetzen Sie diese. Verdoppeln Sie die erfolgreichen Ansaetze mit aehnlichen Assets.

Optimieren Sie basierend auf Platzierung: Wenn bestimmte Platzierungen deutlich besser performen, erwaegen Sie separate Kampagnen mit platzierungsspezifischen Assets. YouTube Shorts benoetigt andere Creatives als Gmail.

Testen Sie kontinuierlich: Nutzen Sie das integrierte A/B-Testing, um systematisch zu optimieren. Testen Sie neue Zielgruppen gegen bewährte, neue kreative Ansaetze gegen bestehende. Nur durch kontinuierliches Testing finden Sie inkrementelle Verbesserungen.

Verknuepfen Sie mit anderen Kampagnentypen: Demand Gen funktioniert hervorragend in Kombination mit anderen Kampagnentypen. Nutzen Sie Demand Gen für Top-of-Funnel Awareness, Remarketing für Warm Audiences und Suchnetzwerk-Kampagnen für Bottom-of-Funnel Conversions.

Conversion-Tracking ist essenziell: Ohne sauberes Tracking kann die KI nicht optimieren. Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Conversions getrackt werden und Conversion-Werte korrekt uebermittelt werden bei E-Commerce.

Demand Gen vs. Performance Max

Beide Kampagnentypen nutzen KI und erscheinen über mehrere Google-Plattformen. Die Unterscheidung ist wichtig, um den richtigen Typ für Ihre Ziele zu wählen.

Unterschiede

Fokus und Ziel: Demand Gen konzentriert sich auf visuelle, feed-basierte Platzierungen (YouTube, Discover, Gmail) und ist primaer für Awareness und Consideration gedacht. Performance Max deckt alle Google-Inventare ab (inklusive Search und Shopping) und ist conversion-fokussiert.

Kontrolle: Demand Gen bietet mehr Kontrolle über Assets und Zielgruppen. Sie entscheiden explizit, welche Videos und Bilder genutzt werden. Performance Max ist staerker automatisiert mit weniger Eingriffmoeglichkeiten.

Platzierungen: Demand Gen beschraenkt sich auf YouTube, Discover und Gmail. Performance Max spielt zusätzlich auf Search, Display, Maps und Shopping aus.

Kreativ-Formate: Demand Gen ist video-zentriert mit Fokus auf Shorts und Feed-Videos. Performance Max nutzt asset-basierte Kombinationen für alle Formate.

Transparenz: Demand Gen bietet detaillierteres Reporting zu Platzierungen und Asset-Performance. Performance Max gibt weniger Einblick in die Mechanik hinter den Kulissen.

Zielgruppen-Targeting: Demand Gen erlaubt explizites Zielgruppen-Targeting. Performance Max nutzt Audience Signals nur als Hinweise, optimiert aber automatisch darueber hinaus.

Wann welchen Typ?

Wählen Sie Demand Gen wenn:

  • Sie primär Awareness und Consideration aufbauen möchten
  • Video-Content im Zentrum Ihrer Strategie steht
  • Sie spezifische Zielgruppen auf YouTube oder Discover erreichen möchten
  • Sie mehr Kontrolle über kreative Assets und Platzierungen benötigen
  • Sie YouTube Shorts als Kanal erschliessen möchten
  • Sie bereits andere Kampagnentypen für Search und Shopping haben

Wählen Sie Performance Max wenn:

  • Ihr primaeres Ziel direkte Conversions oder Sales sind
  • Sie alle Google-Inventare mit einer Kampagne bespielen möchten
  • Sie Google Shopping integrieren müssen
  • Sie maximale Automatisierung bevorzugen
  • Sie in Such-Inventar praesentiert werden möchten neben Display/Video
  • Sie eine "Set it and forget it" Lösung mit minimaler Verwaltung suchen

Viele erfolgreiche Strategien nutzen beide Typen komplementaer: Demand Gen für Top-of-Funnel (Awareness, Interesse wecken) und Performance Max für Mid-to-Bottom-Funnel (Conversions).

Wann Demand Gen einsetzen?

Demand Gen Kampagnen sind nicht für jedes Unternehmen und jedes Ziel die richtige Wahl. Hier sind die idealen Einsatzszenarien und Situationen, in denen andere Kampagnentypen besser geeignet sind.

Ideal für Demand Gen:

Produkte mit visueller Anziehungskraft: Mode, Einrichtung, Reisen, Lifestyle-Produkte oder alles, was man zeigen muss, um zu verkaufen. Wenn Ihr Produkt auf Bildern oder in Videos glänzt, ist Demand Gen perfekt.

Lange Kaufzyklen: Bei komplexeren Kaufentscheidungen, die mehrere Touchpoints benötigen, hilft Demand Gen beim Aufbau von Awareness und Consideration. B2B-Software, Hochzeitsdienstleistungen oder große Anschaffungen profitieren von dieser Ansprache.

Neue Produkte oder Marken: Wenn Sie bekannter werden müssen und die Suchvolumen für Ihre Brand noch niedrig sind, generiert Demand Gen Aufmerksamkeit bevor Nutzer aktiv suchen.

Junge Zielgruppen: Gen Z und Millennials verbringen viel Zeit auf YouTube Shorts und Discover. Wenn Ihre Zielgruppe unter 40 ist, ist Demand Gen oft effektiver als traditionelle Display-Werbung.

Content-Marketing-Integration: Wenn Sie ohnehin Videos für organische soziale Medien produzieren, können Sie diese Assets in Demand Gen wiederverwenden und erweitern.

Nicht ideal für Demand Gen:

Reine Direct-Response ohne Brand-Budget: Wenn jeder Euro sofort ROI zeigen muss und Sie kein Budget für Awareness haben, sind Suchnetzwerk-Kampagnen oder Performance Max besser geeignet.

B2B mit sehr engen Nischenzielgruppen: Wenn Ihre ideale Zielgruppe sehr spezifisch ist (z.B. CTOs in der Pharmabranche), erreichen Sie diese effizienter über LinkedIn oder gezielte Search-Kampagnen.

Geringe Produktion-Ressourcen: Demand Gen benoetigt hochwertige Video- und Bild-Assets. Ohne die Kapazität, regelmaessig neue Creatives zu produzieren, wird die Performance leiden.

Sehr kleine Budgets: Bei unter 20 EUR/Tag fehlt das Volumen für effektives maschinelles Lernen. In diesem Fall fokussieren Sie besser auf einen anderen Kampagnentyp mit niedrigeren Mindestbudgets.

FAQ

Sind Demand Gen Kampagnen besser als Discovery-Kampagnen?

Ja, in den meisten Faellen. Demand Gen bietet alle Features von Discovery plus erweiterte Funktionen wie natives Shorts-Targeting, A/B-Testing und besseres Reporting. Google migriert automatisch alle Discovery-Kampagnen zu Demand Gen. Es gibt keinen Grund, bei Discovery zu bleiben.

Wie viel Budget brauche ich für Demand Gen?

Mindestens 20-35 EUR pro Tag werden empfohlen. Bei niedrigeren Budgets dauert die Lernphase sehr lang und die Performance bleibt inkonsistent. Wenn Ihr Budget begrenzt ist, fokussieren Sie auf einen einzigen Kampagnentyp statt Ihr Budget auf mehrere zu verteilen.

Welche Video-Laenge ist optimal?

Für YouTube Shorts: 6-15 Sekunden funktionieren am besten. Für Feed-Platzierungen: 15-30 Sekunden. Generell gilt: So kurz wie möglich, so lang wie noetig. Mobile Nutzer haben kurze Aufmerksamkeitsspannen.

Kann ich bestimmte Platzierungen ausschliessen?

Ja, Sie können Gmail, YouTube oder Discover einzeln deaktivieren. Allerdings schraenkt dies die Optimierungsmoeglichkeiten ein. Besser ist es, alle Platzierungen zu aktivieren und basierend auf Performance-Daten nach einigen Wochen anzupassen.

Wie lange dauert die Lernphase?

Typischerweise 1-2 Wochen, abhaengig von Budget und Conversion-Volumen. Google benoetigt mindestens 50 Conversions für optimale Optimierung. Vermeiden Sie große Aenderungen während dieser Zeit.

Brauche ich verschiedene Assets für verschiedene Platzierungen?

Nein, Sie laden alle Assets einmal hoch und Google optimiert automatisch, welches Asset auf welcher Platzierung gezeigt wird. Allerdings empfiehlt sich, sowohl vertikale als auch horizontale Videos bereitzustellen, damit für alle Platzierungen passende Formate verfügbar sind.

Fazit

Demand Gen Kampagnen sind Googles modernster Ansatz zur Nachfragegenerierung auf visuellen Plattformen. Mit erweiterten Features wie Lookalike Segments, nativem Shorts-Support und detaillierter Berichterstattung bieten sie deutlich mehr Moeglichkeiten als ihr Vorgaenger Discovery.

Der Kampagnentyp eignet sich ideal für Marken, die Awareness aufbauen, neue Zielgruppen erschliessen und visuell ansprechende Produkte präsentieren möchten. Die Kombination aus YouTube's enormer Reichweite, Googles KI-Optimierung und feed-basiertem Targeting erlaubt es Ihnen, potenzielle Kunden in Momenten der Inspiration zu erreichen.

Erfolg mit Demand Gen erfordert hochwertige Video-Assets, strategisches Zielgruppen-Targeting und Geduld während der Lernphase. Wenn Sie bereit sind, in kreative Produktion zu investieren und einen hollistischen Funnel-Ansatz zu verfolgen, ist Demand Gen ein maechtigr Baustein Ihrer Google Ads Strategie.

Kombinieren Sie Demand Gen mit anderen Kampagnentypen aus unserem Google Ads Kampagnentypen Guide für eine umfassende Strategie, die alle Phasen der Customer Journey abdeckt.

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