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Google Ads Tutorial: Schritt-für-Schritt Anleitung 2026

Grundlagen18 Min. Lesezeit

Google Ads Tutorial: Schritt-für-Schritt Anleitung 2026

Meta Description: Google Ads Tutorial für Anfänger: Lernen Sie in unserer Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Sie Ihr erstes Google Ads Konto einrichten und Kampagnen starten.

Zuletzt aktualisiert: Januar 2026

Sie möchten mit Google Ads starten, aber das Dashboard wirkt überwältigend? Keine Sorge - Sie sind nicht allein. Viele Unternehmer stehen vor der gleichen Herausforderung. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Anleitung können Sie in weniger als einer Stunde Ihre erste Kampagne erstellen und live schalten.

In diesem Tutorial führen wir Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess - von der Kontoerstellung bis zur ersten geschalteten Anzeige. Dabei erklären wir jeden Schritt so, dass auch Anfänger ohne Vorkenntnisse folgen können.

Was Sie in diesem Tutorial lernen:

  • Ein Google Ads Konto einrichten
  • Ihre erste Suchnetzwerk-Kampagne erstellen
  • Die richtigen Keywords auswählen
  • Anzeigen schreiben, die Klicks generieren
  • Die wichtigsten Metriken verstehen

Voraussetzungen und Vorbereitung

Bevor Sie mit Google Ads starten, sollten Sie einige Dinge vorbereiten. Eine gute Vorbereitung spart Ihnen später Zeit und verhindert, dass Sie den Einrichtungsprozess unterbrechen müssen.

Was Sie benötigen

Google-Konto Sie benötigen ein aktives Google-Konto. Das ist dasselbe Konto, das Sie auch für Gmail, YouTube oder andere Google-Dienste nutzen. Falls Sie noch kein Google-Konto haben, können Sie unter accounts.google.com kostenlos eines erstellen. Wir empfehlen, ein geschäftliches Konto zu verwenden - nicht Ihr privates.

Website oder Landingpage Ihre Anzeigen müssen auf eine Website verweisen. Das kann Ihre Unternehmenswebsite, ein Online-Shop oder eine spezielle Landingpage sein. Wichtig ist: Die Seite sollte funktionieren, mobilfreundlich sein und relevante Informationen zu Ihrem Angebot enthalten. Google prüft die Qualität der Zielseite - eine schlecht gemachte Website kann zu höheren Kosten und schlechteren Platzierungen führen.

Zahlungsmethode Google Ads ist ein kostenpflichtiger Service. Sie benötigen eine gültige Kreditkarte, Debitkarte oder ein SEPA-Lastschriftmandat. Die Zahlung erfolgt normalerweise nach Erreichen eines bestimmten Schwellenwerts (z.B. 50 EUR) oder monatlich. Sie werden nur für tatsächliche Klicks auf Ihre Anzeigen bezahlt - nicht für die Kontoerstellung selbst.

Ziele definieren

Bevor Sie mit der technischen Einrichtung beginnen, sollten Sie sich über Ihre Ziele im Klaren sein. Was möchten Sie mit Google Ads erreichen?

Mögliche Ziele können sein:

  • Mehr Verkäufe in Ihrem Online-Shop generieren
  • Kontaktanfragen oder Leads sammeln
  • Telefonanrufe von potenziellen Kunden erhalten
  • Mehr Menschen auf Ihre Website bringen
  • Die Bekanntheit Ihrer Marke steigern

Ihr Ziel beeinflusst, welche Kampagneneinstellungen Sie später wählen sollten. Wenn Sie sich unsicher sind, wählen Sie zunächst "Website-Traffic" oder "Leads" - das sind gute Startpunkte für die meisten Unternehmen.

Definieren Sie außerdem ein realistisches Budget. Als Faustregel empfehlen wir für den Start mindestens 10-20 EUR pro Tag. Mit weniger Budget wird es schwierig, aussagekräftige Daten zu sammeln.

Jetzt geht es los mit der praktischen Umsetzung. Die Kontoerstellung dauert etwa 10-15 Minuten.

Zur Google Ads Seite navigieren

Öffnen Sie Ihren Browser und rufen Sie ads.google.com auf. Klicken Sie auf den blauen Button "Jetzt starten". Sie werden aufgefordert, sich mit Ihrem Google-Konto anzumelden. Falls Sie bereits angemeldet sind, geht es direkt weiter.

Google versucht oft, Sie durch einen vereinfachten Einrichtungsassistenten zu führen, der direkt eine Kampagne erstellt. Für dieses Tutorial empfehlen wir jedoch, zunächst das Konto ohne Kampagne einzurichten. So behalten Sie die volle Kontrolle.

Kontoeinrichtung durchlaufen

Nach dem Anmelden führt Google Sie durch mehrere Schritte:

Geschäftsinformationen eingeben Google fragt nach Ihrem Unternehmensnamen und Ihrer Website. Geben Sie hier korrekte Informationen ein - Sie können diese später nicht einfach ändern. Ihr Firmenname wird in Ihren Anzeigen nicht automatisch angezeigt, dient aber der Kontoidentifikation.

Kampagnenziel wählen (oder überspringen) Google möchte, dass Sie direkt eine Kampagne erstellen. Hier haben Sie zwei Optionen:

  • Sie können den Assistenten durchlaufen (gut für absolute Anfänger)
  • Sie können auf "Wechseln Sie zum Expertenmodus" klicken (empfohlen für mehr Kontrolle)

Für dieses Tutorial wählen wir den Expertenmodus. Klicken Sie unten auf den kleinen Link "Wechseln Sie zum Expertenmodus". Dann wählen Sie "Konto ohne Kampagne erstellen".

Zeitzone und Währung festlegen Dieser Schritt ist wichtig: Zeitzone und Währung können nach der Einrichtung nicht mehr geändert werden. Wählen Sie:

  • Zeitzone: (GMT+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rom, Stockholm, Wien
  • Währung: EUR (€)

Bestätigen Sie Ihre Auswahl und klicken Sie auf "Senden".

Erste Einstellungen vornehmen

Nachdem Sie das Konto erstellt haben, landen Sie im Google Ads Dashboard. Glückwunsch - Ihr Konto ist jetzt aktiv!

Bevor Sie mit Kampagnen starten, sollten Sie einige Grundeinstellungen vornehmen:

  1. Zahlungsinformationen hinterlegen: Klicken Sie auf "Tools und Einstellungen" (Schraubenschlüssel-Symbol oben rechts) → "Abrechnung" → "Zahlungsinformationen". Hinterlegen Sie hier Ihre Kreditkarte oder richten Sie das SEPA-Lastschriftverfahren ein.

  2. E-Mail-Benachrichtigungen konfigurieren: Unter "Tools und Einstellungen" → "Einstellungen" → "Benachrichtigungen" können Sie festlegen, welche E-Mails Sie erhalten möchten. Wir empfehlen, wichtige Benachrichtigungen aktiviert zu lassen.

  3. Conversion-Tracking vorbereiten: Auch wenn Sie noch keine Kampagne haben, ist es sinnvoll, sich bereits mit dem Conversion-Tracking zu beschäftigen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Conversion-Tracking Leitfaden.

Die Google Ads Oberfläche verstehen

Bevor Sie Ihre erste Kampagne erstellen, nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit, um sich mit der Oberfläche vertraut zu machen. Das spart später Verwirrung.

Dashboard-Übersicht

Nach dem Einloggen sehen Sie das Haupt-Dashboard. Hier die wichtigsten Bereiche:

Übersichtsseite: Zeigt die wichtigsten Kennzahlen Ihrer Kampagnen auf einen Blick - Impressionen, Klicks, Kosten und Conversions. Am Anfang ist hier noch alles leer, das ist normal.

Hauptmenü links: Hier finden Sie die Navigation zu allen wichtigen Bereichen:

  • Kampagnen (hier verbringen Sie die meiste Zeit)
  • Anzeigengruppen
  • Anzeigen & Assets
  • Keywords
  • Zielgruppen

Diagrammbereich: Der große Bereich in der Mitte zeigt Leistungsdiagramme. Sie können hier verschiedene Metriken auswählen und Zeiträume vergleichen.

Benachrichtigungen: Das Glockensymbol oben rechts zeigt wichtige Meldungen - z.B. abgelehnte Anzeigen oder Zahlungsprobleme.

Wichtige Menüpunkte

Machen Sie sich mit diesen Bereichen vertraut:

Tools und Einstellungen (Schraubenschlüssel): Hier finden Sie erweiterte Funktionen wie Conversion-Tracking, Zielgruppenverwaltung, Keyword-Planer und Abrechnungseinstellungen.

Kampagnen: Ihr Hauptarbeitsbereich. Hier sehen Sie alle Kampagnen und können sie verwalten.

Empfehlungen: Google gibt automatisch Optimierungsvorschläge. Seien Sie vorsichtig - nicht alle Empfehlungen sind sinnvoll. Prüfen Sie jeden Vorschlag kritisch.

Tipp 1: Verwenden Sie Breadcrumbs: Oben links sehen Sie den aktuellen Navigationspfad. So wissen Sie immer, wo Sie sich befinden.

Tipp 2: Nutzen Sie die Suche: Mit der Suchfunktion oben finden Sie schnell Kampagnen, Keywords oder Einstellungen.

Tipp 3: Spalten anpassen: In fast jeder Ansicht können Sie die Tabellenspalten anpassen. Klicken Sie auf "Spalten" → "Spalten ändern", um relevante Metriken anzuzeigen.

Aus unserer Erfahrung hilft es, sich zunächst nur auf die Grundfunktionen zu konzentrieren. Sie müssen nicht sofort alle Funktionen verstehen.

Erste Kampagne erstellen

Jetzt kommen wir zum Herzstück: Ihrer ersten Kampagne. Wir erstellen eine Suchnetzwerk-Kampagne, da diese am einfachsten zu verstehen und zu verwalten ist.

Kampagnenziel wählen

Klicken Sie im Hauptmenü links auf "Kampagnen" und dann auf den blauen Plus-Button "+" → "Neue Kampagne".

Google fragt Sie nach Ihrem Kampagnenziel. Hier haben Sie mehrere Optionen:

  • Verkäufe: Wenn Sie einen Online-Shop haben und direkte Verkäufe erzielen möchten
  • Leads: Wenn Sie Kontaktanfragen, Anmeldungen oder Anrufe generieren möchten
  • Website-Traffic: Wenn Sie mehr Besucher auf Ihre Website bringen möchten
  • Produkt- und Markenkaufbereitschaft: Für Branding und Awareness
  • Markenbekanntheit und Reichweite: Für maximale Sichtbarkeit

Für Anfänger empfehlen wir "Leads" oder "Website-Traffic". Diese Ziele sind flexibel und funktionieren für die meisten Unternehmen. Wählen Sie das Ziel, das am besten zu Ihrem Geschäft passt, und klicken Sie auf "Weiter".

Sie können auch "Kampagne ohne Zielvorhaben erstellen" wählen, wenn Sie volle Kontrolle wünschen.

Kampagnentyp auswählen

Jetzt müssen Sie den Kampagnentyp auswählen. Für dieses Tutorial wählen Sie "Suchnetzwerk". Das sind die Textanzeigen, die oberhalb der Google-Suchergebnisse erscheinen.

Andere Typen (Display, Shopping, Video) sind für Fortgeschrittene. Bleiben Sie beim Suchnetzwerk - es ist am transparentesten und liefert normalerweise die besten Ergebnisse für Anfänger.

Klicken Sie auf "Weiter". Sie sehen nun eine Übersicht verschiedener Unteroptionen. Wählen Sie "Website-Besuche" (sollte vorausgewählt sein) und geben Sie Ihre Website-URL ein.

Budget und Gebot festlegen

Jetzt definieren Sie Ihr Budget. Das ist einer der wichtigsten Schritte.

Tagesbudget festlegen: Geben Sie an, wie viel Sie pro Tag ausgeben möchten. Google kann bis zu 2x Ihr Tagesbudget an einem einzelnen Tag ausgeben, gleicht dies aber über den Monat aus. Als Orientierung:

  • Minimum für Testzwecke: 10 EUR/Tag
  • Empfehlung für ernst gemeinte Kampagnen: 20-50 EUR/Tag
  • Größere Budgets: 100+ EUR/Tag

Geben Sie einen Betrag ein, mit dem Sie sich wohlfühlen. Sie können das Budget jederzeit anpassen.

Gebotsstrategie wählen: Google fragt, wie Sie bieten möchten. Für Anfänger gibt es zwei gute Optionen:

  • Klicks maximieren: Google versucht, so viele Klicks wie möglich für Ihr Budget zu bekommen. Gut für den Start, wenn Sie Traffic wollen.
  • Conversions maximieren: Google optimiert auf Conversions (z.B. Käufe oder Anfragen). Funktioniert nur, wenn Sie Conversion-Tracking eingerichtet haben.

Wählen Sie zunächst "Klicks maximieren". Sie können später zu smarteren Strategien wechseln, wenn Sie mehr Daten haben. Mehr zu Gebotsstrategien erfahren Sie in unserem Guide zu Google Ads Gebotsstrategien.

Standort-Targeting

Bestimmen Sie, wo Ihre Anzeigen erscheinen sollen. Standardmäßig ist "Deutschland" voreingestellt. Das passt für die meisten Unternehmen.

Lokales Geschäft? Wenn Sie ein lokales Geschäft haben (z.B. Restaurant in München), sollten Sie:

  1. "Deutschland" entfernen
  2. "Anderen Standort eingeben" klicken
  3. Ihre Stadt oder einen Umkreis eingeben (z.B. "München" oder "20 km um 80331")

Mehrere Länder? Sie können auch andere Länder hinzufügen (z.B. Österreich, Schweiz), wenn Sie dort Kunden haben.

Profi-Tipp: Unter "Standortoptionen" (erweiterte Einstellungen) sollten Sie "Personen an Ihren Zielstandorten" wählen. So erreichen Sie nur Menschen, die sich wirklich in Ihrer Zielregion befinden - nicht nur solche, die danach suchen.

Weitere Einstellungen

Sie sehen jetzt weitere Optionen. Die wichtigsten:

Sprachen: "Deutsch" sollte ausgewählt sein. Fügen Sie weitere Sprachen nur hinzu, wenn Ihre Website auch in diesen Sprachen verfügbar ist.

Netzwerke: Standardmäßig sind "Google-Suchnetzwerk" und "Suchnetzwerk-Partner" aktiviert. Wir empfehlen, "Suchnetzwerk-Partner" zu deaktivieren. Diese Partnerseiten haben oft schlechtere Qualität. Sie können es später wieder aktivieren, wenn Sie möchten.

Start- und Enddatum: Lassen Sie das Startdatum auf "Heute". Ein Enddatum benötigen Sie normalerweise nicht.

Anzeigenrotation: Belassen Sie die Standardeinstellung ("Optimieren: Anzeigen mit besserer Leistung bevorzugen").

Die meisten anderen Einstellungen können Sie auf Standard lassen. Klicken Sie auf "Weiter", um fortzufahren.

Anzeigengruppe einrichten

Kampagnen bestehen aus Anzeigengruppen. Eine Anzeigengruppe enthält verwandte Keywords und die dazugehörigen Anzeigen. Gute Kampagnen haben mehrere thematisch organisierte Anzeigengruppen.

Anzeigengruppe benennen

Geben Sie Ihrer ersten Anzeigengruppe einen beschreibenden Namen. Der Name sollte das Thema widerspiegeln.

Beispiele:

  • Statt "Anzeigengruppe 1" → "Handwerker Service München"
  • Statt "Keywords" → "Google Ads Beratung"
  • Statt "Gruppe A" → "Winterreifen kaufen"

Ein guter Name hilft Ihnen später, den Überblick zu behalten. Sie können so viele Anzeigengruppen erstellen, wie Sie möchten. Für den Start reicht aber eine.

Keywords hinzufügen

Keywords sind Suchbegriffe, bei denen Ihre Anzeigen erscheinen sollen. Das ist der wichtigste Teil Ihrer Kampagne - die richtigen Keywords entscheiden über Erfolg oder Misserfolg.

Keyword-Recherche: Google bietet einen Keyword-Planer (unter Tools & Einstellungen). Nutzen Sie ihn, um relevante Suchbegriffe zu finden. Geben Sie Begriffe ein, die mit Ihrem Produkt oder Service zu tun haben.

Die richtigen Keywords wählen:

  • Zu allgemein: "Schuhe" → viel zu breit, viel verschwendetes Budget
  • Besser: "Laufschuhe Damen kaufen" → spezifischer, bessere Absicht
  • Ideal: "Nike Laufschuhe Damen Größe 39" → sehr spezifisch, kaufbereite Nutzer

Starten Sie mit 10-20 Keywords. Nicht mehr. Zu viele Keywords machen die Verwaltung schwierig und verwässern Ihre Daten.

Keyword-Match-Types verstehen:

  • Weitgehend passend: "laufschuhe" → erscheint auch bei ähnlichen Suchen wie "joggingschuhe", "sportschuhe". Sehr breit.
  • Phrase Match: "laufschuhe" → erscheint bei Suchen, die diese Phrase enthalten, z.B. "rote laufschuhe kaufen"
  • Exact Match: [laufschuhe] → erscheint nur bei sehr ähnlichen Suchen

Für Anfänger empfehlen wir Phrase Match als guten Mittelweg. Geben Sie Keywords einfach in Anführungszeichen ein: "laufschuhe kaufen"

Profi-Tipp aus unserer Erfahrung: Fügen Sie sofort negative Keywords hinzu. Das sind Begriffe, bei denen Sie NICHT erscheinen wollen. Zum Beispiel:

  • "kostenlos" (wenn Sie nichts kostenlos anbieten)
  • "gebraucht" (wenn Sie nur Neuwaren verkaufen)
  • "selbst machen" (wenn Sie einen Service anbieten)

Keywords organisieren

Eine gute Faustregel: Pro Anzeigengruppe sollten die Keywords ein gemeinsames Thema haben. Wenn Sie verschiedene Produkte oder Services anbieten, erstellen Sie separate Anzeigengruppen:

Beispiel für eine Zahnarztpraxis:

  • Anzeigengruppe 1: "Zahnreinigung" → Keywords: "professionelle Zahnreinigung", "Zahnreinigung Kosten", "Zahnreinigung München"
  • Anzeigengruppe 2: "Zahnimplantate" → Keywords: "Zahnimplantate Kosten", "Zahnimplantat München", "Implantat Zahnarzt"

So können Sie später für jede Anzeigengruppe spezifische Anzeigen schreiben, die genau zum Suchbegriff passen. Das verbessert Ihre Qualitätsfaktoren und senkt die Kosten.

Anzeigen erstellen

Jetzt schreiben Sie Ihre erste Anzeige. Das ist Ihre Chance, potenzielle Kunden zu überzeugen!

Responsive Suchanzeigen

Google verwendet heute fast ausschließlich "Responsive Suchanzeigen" (RSA). Das sind flexible Anzeigen, die Google automatisch aus Ihren Textbausteinen zusammenstellt.

Sie müssen mehrere Varianten bereitstellen:

  • Anzeigentitel (Headlines): 3-15 Varianten, jeweils max. 30 Zeichen
  • Beschreibungen: 2-4 Varianten, jeweils max. 90 Zeichen

Anzeigentitel schreiben: Ihre Titel sind das Wichtigste - sie fallen als erstes auf. Gute Titel:

  • Enthalten Ihr Hauptkeyword (verbessert Relevanz)
  • Kommunizieren einen klaren Nutzen
  • Enthalten einen Call-to-Action
  • Sind spezifisch, nicht allgemein

Beispiele für gute Titel:

  • "Google Ads Beratung München"
  • "Spare Zeit & Geld mit Profis"
  • "Kostenloses Erstgespräch"
  • "Zertifizierte Google Ads Experten"
  • "Mehr Kunden durch Google Ads"

Schlechte Titel:

  • "Willkommen" (zu allgemein)
  • "Klick hier" (keinen Nutzen)
  • "Beste Firma" (unglaubwürdig ohne Beweis)

Beschreibungen verfassen: Hier haben Sie mehr Platz (90 Zeichen pro Beschreibung). Nutzen Sie ihn, um:

  • Ihr Alleinstellungsmerkmal zu kommunizieren
  • Vertrauen aufzubauen (z.B. "Über 200 zufriedene Kunden")
  • Einen klaren Call-to-Action zu geben

Beispiel-Beschreibungen:

  • "Professionelle Google Ads Verwaltung ab 299€/Monat. Mehr Anfragen in 30 Tagen oder Geld zurück."
  • "Zertifizierte Ads-Experten optimieren Ihre Kampagnen. Jetzt kostenloses Audit anfordern!"

Profi-Tipp: Erstellen Sie mindestens 8-10 Anzeigentitel und 3-4 Beschreibungen. So hat Google genug Material zum Testen und kann die besten Kombinationen finden.

Anzeigenvorschau prüfen

Rechts sehen Sie eine Vorschau, wie Ihre Anzeige aussehen könnte. Beachten Sie: Google zeigt verschiedene Kombinationen Ihrer Textbausteine an. Sie sehen also nie genau eine finale Anzeige.

Prüfen Sie:

  • Macht jede Titel-Kombination Sinn?
  • Sind alle Beschreibungen für sich verständlich?
  • Ist Ihre Ziel-URL korrekt?
  • Ist die finale URL (die URL, die Sie verwenden) korrekt?

Ihre Anzeigen müssen zur Landing Page passen. Wenn Sie "Laufschuhe Damen" bewerben, sollten Nutzer auf einer Seite mit Damen-Laufschuhen landen - nicht auf der Startseite.

Anzeigenerweiterungen hinzufügen

Anzeigenerweiterungen (Google nennt sie jetzt "Assets") sind zusätzliche Informationen, die Ihre Anzeige größer und auffälliger machen. Sie sind kostenlos und verbessern fast immer die Performance.

Sitelink-Erweiterungen: Zusätzliche Links unter Ihrer Hauptanzeige. Fügen Sie 4-6 hinzu:

  • "Unsere Leistungen"
  • "Über uns"
  • "Kontakt"
  • "Kundenbewertungen"

Callout-Erweiterungen: Kurze Texthäppchen zu Ihren USPs:

  • "24/7 Support"
  • "Kostenloser Versand"
  • "30 Tage Geld-zurück-Garantie"

Anruf-Erweiterungen: Ihre Telefonnummer. Sehr wichtig, wenn Sie Anrufe erhalten möchten.

Standort-Erweiterungen: Ihre Geschäftsadresse. Sinnvoll für lokale Unternehmen.

Fügen Sie so viele relevante Erweiterungen wie möglich hinzu. Mehr ist hier wirklich mehr. Detaillierte Informationen finden Sie in unserem Guide zu Anzeigenerweiterungen.

Kampagne starten und überprüfen

Sie haben fast alles eingerichtet. Jetzt geht es ans Finale.

Letzte Kontrolle

Bevor Sie auf "Kampagne erstellen" klicken, prüfen Sie noch einmal:

  • ✓ Budget passt
  • ✓ Standort-Targeting ist korrekt
  • ✓ Keywords sind relevant und nicht zu breit
  • ✓ Anzeigentexte sind fehlerfrei
  • ✓ Landing Pages funktionieren
  • ✓ Zahlungsmethode ist hinterlegt

Ein häufiger Fehler: Vergessen, negative Keywords hinzuzufügen. Tun Sie es jetzt, wenn Sie es noch nicht gemacht haben.

Kampagne aktivieren

Klicken Sie auf "Kampagne erstellen". Google braucht jetzt einige Minuten, um Ihre Kampagne und Anzeigen zu überprüfen.

In den meisten Fällen werden Ihre Anzeigen innerhalb von 1-2 Stunden genehmigt. In einigen Fällen kann es länger dauern. Sie erhalten eine E-Mail, sobald Ihre Anzeigen live sind.

Achtung: Manche Branchen (z.B. Finanzen, Gesundheit, Glücksspiel) haben strengere Richtlinien. Ihre Anzeigen könnten abgelehnt werden. Google teilt Ihnen den Grund mit und Sie können Anpassungen vornehmen.

Erste Stunden beobachten

Nach dem Start sollten Sie Ihre Kampagne in den ersten Stunden im Auge behalten. Nicht panisch, aber aufmerksam.

Was ist normal:

  • Keine Impressionen in den ersten 30-60 Minuten (Google lernt noch)
  • Wenige Klicks am ersten Tag (das kommt mit der Zeit)
  • Schwankende Positionen (Google testet verschiedene Platzierungen)

Was ist ein Problem:

  • Nach 4 Stunden immer noch "In Prüfung"
  • Anzeigen wurden abgelehnt
  • Keine Impressionen nach 24 Stunden trotz ausreichendem Budget

Wenn Probleme auftreten, checken Sie:

  1. Kampagnenstatus (ist sie wirklich aktiv?)
  2. Budget nicht ausgeschöpft?
  3. Keywords zu spezifisch? (nutzen Sie den Keyword-Planer, um Suchvolumen zu prüfen)

Aus unserer Erfahrung: Die meisten Anfängerprobleme liegen an zu niedrigen Geboten oder Keywords ohne Suchvolumen. Seien Sie geduldig - Google Ads braucht 1-2 Wochen Lernzeit.

Wichtige Metriken verstehen

Nach einigen Tagen haben Sie erste Daten. Jetzt müssen Sie wissen, welche Zahlen wichtig sind.

Impressionen und Klicks

Impressionen: Wie oft wurde Ihre Anzeige angezeigt. Diese Zahl sagt noch nichts über Erfolg aus - sie zeigt nur, dass Ihre Anzeige gesehen wurde.

Klicks: Wie oft jemand auf Ihre Anzeige geklickt hat. Das ist besser - zeigt Interesse. Aber auch Klicks allein sind kein Erfolg. Sie wollen Conversions (Anfragen, Käufe).

Ein Verhältnis ist normal:

  • 1.000 Impressionen → 30 Klicks (3% CTR) → 1-3 Conversions (3-10% Conversion Rate)

Die Zahlen variieren stark nach Branche. Seien Sie nicht entmutigt, wenn Ihre erste Woche mager aussieht.

CTR und CPC

Click-Through-Rate (CTR): Der Prozentsatz der Personen, die Ihre Anzeige gesehen und darauf geklickt haben.

  • Formel: (Klicks / Impressionen) × 100
  • Benchmark: 2-5% ist durchschnittlich, über 5% ist gut

Eine niedrige CTR deutet auf irrelevante Keywords oder schwache Anzeigentexte hin.

Cost per Click (CPC): Was Sie im Durchschnitt pro Klick bezahlen.

  • Variiert stark nach Branche: 0,50 EUR bis 10+ EUR
  • Wettbewerbsintensive Branchen (Versicherungen, Finanzen, Anwälte) haben höhere CPCs
  • Lokale Dienstleister zahlen oft weniger

Ein hoher CPC ist nicht automatisch schlecht - wenn die Klicks zu Kunden werden, lohnt es sich. Mehr dazu in unserem Artikel zu Google Ads Kosten.

Conversions

Conversions sind die wichtigste Metrik. Eine Conversion ist eine gewünschte Handlung:

  • Ein Kauf
  • Eine Kontaktanfrage
  • Ein Anruf
  • Eine Newsletter-Anmeldung

Um Conversions zu messen, müssen Sie Conversion-Tracking einrichten. Das haben wir in der Vorbereitung erwähnt. Falls Sie es noch nicht getan haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

Conversion Rate: Prozentsatz der Klicks, die zu Conversions führen.

  • 1-5% ist normal für B2B-Leads
  • 2-10% ist normal für E-Commerce
  • Unter 1% deutet auf Probleme mit der Landing Page oder dem Angebot hin

Ohne Conversion-Tracking fliegen Sie im Blindflug. Sie wissen nicht, ob Ihre Kampagne wirklich erfolgreich ist.

Häufige Anfängerfehler

Lernen Sie aus den Fehlern anderer. Diese Fehler sehen wir immer wieder:

Zu breite Keywords

Fehler: Keywords wie "Schuhe", "Auto" oder "Versicherung" verwenden.

Problem: Diese Begriffe haben riesiges Suchvolumen, aber die meisten Suchen sind irrelevant. "Schuhe" kann alles bedeuten - von "Schuhe reinigen" bis "Schuhe basteln". Sie verschwenden Budget.

Lösung: Verwenden Sie spezifischere Keywords mit kaufbereiter Absicht. "Herrenschuhe kaufen Größe 43" ist viel besser als nur "Schuhe".

Falsches Targeting

Fehler: Kampagne auf ganz Deutschland ausrichten, obwohl Sie nur in München tätig sind.

Problem: Sie bezahlen für Klicks von Menschen, die Sie niemals bedienen können.

Lösung: Geografisches Targeting präzise einstellen. Für lokale Geschäfte maximal 30-50 km Radius.

Fehlende Conversion-Messung

Fehler: Kampagne starten ohne Conversion-Tracking.

Problem: Sie haben keine Ahnung, ob die Kampagne profitabel ist. Sie optimieren im Blindflug.

Lösung: Richten Sie Conversion-Tracking VOR dem Kampagnenstart ein. Es dauert nur 15 Minuten, spart Ihnen aber hunderte Euro. Hier ist unsere Anleitung zum Conversion-Tracking.

Weitere häufige Fehler:

  • Nur eine Anzeigenvariante testen (erstellen Sie mindestens 3)
  • Nie die Kampagne überprüfen (checken Sie mindestens 2x pro Woche)
  • Zu schnell aufgeben (geben Sie Google 2-4 Wochen Lernzeit)
  • Alle Empfehlungen von Google annehmen (seien Sie kritisch!)

Eine vollständige Liste finden Sie in unserem Artikel zu Google Ads Fehlern.

Nächste Schritte

Glückwunsch - Sie haben Ihre erste Google Ads Kampagne erstellt! Aber der Weg endet nicht hier. Google Ads ist ein kontinuierlicher Optimierungsprozess.

In den ersten 7 Tagen:

  • Überprüfen Sie täglich, ob Ihre Anzeigen geschaltet werden
  • Prüfen Sie den Suchanfragen-Bericht (unter Keywords → Suchanfragen)
  • Fügen Sie negative Keywords hinzu für irrelevante Suchen
  • Testen Sie verschiedene Anzeigentexte

Nach 2-4 Wochen:

  • Analysieren Sie, welche Keywords gut performen
  • Pausieren Sie Keywords mit hohen Kosten und keinen Conversions
  • Erhöhen Sie Gebote für erfolgreiche Keywords
  • Optimieren Sie Ihre Landing Pages basierend auf den Daten

Nach 1-2 Monaten:

  • Erweitern Sie auf neue Keywords
  • Testen Sie andere Kampagnentypen (Display, Shopping)
  • Implementieren Sie fortgeschrittene Strategien (Remarketing, RLSA)
  • Optimieren Sie basierend auf echten Conversion-Daten

Lesen Sie unseren Guide zur Kampagnenoptimierung, um mehr über fortgeschrittene Strategien zu erfahren.

Brauchen Sie Hilfe?

Google Ads kann überwältigend sein - besonders am Anfang. Wenn Sie Unterstützung brauchen oder keine Zeit haben, alles selbst zu lernen, können wir helfen. Schauen Sie sich unsere Google Ads Verwaltung an oder fordern Sie ein kostenloses Audit an.

Die meisten erfolgreichen Werbetreibenden verbringen Monate damit, Google Ads zu lernen. Seien Sie geduldig mit sich selbst, testen Sie kontinuierlich und optimieren Sie basierend auf Daten - nicht auf Bauchgefühl.

Viel Erfolg mit Ihrer ersten Kampagne!


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