Google Merchant Center: Einrichtung und Tipps
Das Google Merchant Center ist die zentrale Plattform für E-Commerce-Unternehmen, die ihre Produkte über Google bewerben möchten. Es bildet die Grundlage für Shopping-Kampagnen, Performance Max-Kampagnen mit Produktfeed und kostenlose Shopping-Einträge. Eine korrekte Einrichtung und Pflege des Merchant Centers ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Produktwerbung. In diesem umfassenden Guide führen wir Sie Schritt für Schritt durch die Einrichtung und teilen bewährte Tipps für optimale Performance.
Was ist das Google Merchant Center?
Das Google Merchant Center ist Googles Plattform für die Verwaltung Ihrer Produktinformationen. Es fungiert als Brücke zwischen Ihrem Online-Shop und Googles verschiedenen Produktwerbeplattformen. Hier laden Sie Ihren Produktkatalog hoch, verwalten Produktdaten und halten Informationen zu Preisen, Verfügbarkeit und Versandbedingungen aktuell.
Definition und Zweck für E-Commerce: Während Google Ads Ihre Werbekampagnen verwaltet, hostet das Merchant Center die eigentlichen Produktdaten. Google nutzt diese Informationen, um Ihre Produkte bei relevanten Suchanfragen anzuzeigen – sowohl in bezahlten Shopping-Anzeigen als auch in kostenlosen Shopping-Ergebnissen auf der Google-Suche, Google Shopping, Google Images und YouTube.
Das Merchant Center ist nicht optional für Produktwerbung auf Google – es ist die obligatorische Infrastruktur. Ohne korrekt eingerichtetes Merchant Center können Sie keine Shopping-Kampagnen schalten. Die Qualität Ihrer Merchant-Center-Daten beeinflusst direkt, wie gut Ihre Produkte bei relevanten Suchanfragen erscheinen und wie attraktiv sie potenziellen Käufern präsentiert werden.
Die Nutzung des Merchant Centers ist kostenlos. Sie zahlen nur, wenn Sie bezahlte Kampagnen über Google Ads schalten. Die kostenlosen Shopping-Einträge bieten zusätzliche Sichtbarkeit ohne Werbekosten – ein erheblicher Vorteil für E-Commerce-Unternehmen.
Merchant Center Konto erstellen
Die Einrichtung Ihres Merchant Center Kontos ist der erste Schritt zum Verkauf über Google. Der Prozess ist unkompliziert, erfordert aber Aufmerksamkeit bei Details.
Voraussetzungen
Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Einen funktionierenden Online-Shop mit sicherer Checkout-Funktion (HTTPS erforderlich)
- Eigentümerschaft oder Verwaltungsrechte für die Website
- Geschäftsinformationen (Firmenname, Adresse, Kontaktdaten)
- Ein Google-Konto (Gmail oder Google Workspace)
- Ihre Produkte müssen Googles Shopping-Richtlinien entsprechen (keine verbotenen Produkte wie Waffen, Drogen, gefälschte Waren)
Ihre Website muss grundlegende Qualitätsstandards erfüllen: klare Rückgabebedingungen, Kontaktinformationen, sichere Zahlungsabwicklung und transparente Datenschutzrichtlinien. Google prüft diese Aspekte während der Verifizierung.
Schritt-für-Schritt Anleitung
Schritt 1: Merchant Center aufrufen Besuchen Sie merchants.google.com und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an. Klicken Sie auf "Jetzt starten" oder "Merchant Center nutzen".
Schritt 2: Geschäftsinformationen eingeben Geben Sie Ihren Firmennamen, Land (wichtig: kann später nicht geändert werden) und Zeitzone ein. Akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen und Programmrichtlinien.
Schritt 3: Website-URL angeben Geben Sie die vollständige URL Ihrer Website ein (z.B. https://www.ihr-shop.de). Diese wird Ihr primärer Online-Shop im Merchant Center.
Schritt 4: Kontaktinformationen hinterlegen Fügen Sie Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse und Telefonnummer hinzu. Google nutzt diese für wichtige Benachrichtigungen über Ihre Produkte und Kontostatus.
Schritt 5: Unternehmensinformationen vervollständigen Im Merchant Center-Dashboard navigieren Sie zu "Einstellungen" → "Unternehmensinformationen" und ergänzen weitere Details: vollständige Geschäftsadresse, Kundenservice-Kontaktdaten und optional Ihre Umsatzsteuer-ID.
Website verifizieren und beanspruchen
Nach der Kontoerstellung müssen Sie beweisen, dass Sie die Website besitzen. Google bietet mehrere Verifizierungsmethoden:
Methode 1: HTML-Tag (empfohlen für die meisten Nutzer)
Kopieren Sie den bereitgestellten HTML-Meta-Tag und fügen Sie ihn in den <head>-Bereich Ihrer Homepage ein. Klicken Sie im Merchant Center auf "Verifizieren". Google prüft, ob der Tag vorhanden ist.
Methode 2: HTML-Datei hochladen
Laden Sie die bereitgestellte HTML-Datei herunter und laden Sie sie ins Root-Verzeichnis Ihrer Website hoch. Die Datei muss unter https://www.ihr-shop.de/[dateiname].html erreichbar sein.
Methode 3: Google Analytics Wenn Sie bereits Google Analytics mit Admin-Rechten nutzen, können Sie diese Verbindung zur Verifizierung nutzen.
Methode 4: Google Tag Manager Ähnlich wie Analytics – nutzen Sie Ihre bestehenden GTM-Rechte zur Verifizierung.
Nach erfolgreicher Verifizierung müssen Sie die Website zusätzlich beanspruchen. Dies gibt Ihnen exklusive Rechte – keine andere Person kann dieselbe Website in einem anderen Merchant Center Konto nutzen. Die Beanspruchung erfolgt im gleichen Bereich wie die Verifizierung, meist mit einem zusätzlichen Klick.
Produktfeed erstellen
Der Produktfeed ist das Herzstück Ihres Merchant Centers. Er enthält alle Informationen zu Ihren Produkten in einem strukturierten Format, das Google verarbeiten kann.
Was ist ein Produktfeed?
Ein Produktfeed ist eine Datei, die Ihre gesamte Produktpalette mit standardisierten Attributen beschreibt. Jedes Produkt wird als Zeile oder Objekt dargestellt, mit Spalten oder Feldern für verschiedene Eigenschaften wie Titel, Preis, Verfügbarkeit und Produktbild.
Der Feed wird regelmäßig aktualisiert, um Änderungen an Preisen, Lagerbeständen oder Produktsortiment zu reflektieren. Google liest diesen Feed aus und nutzt die Daten, um Ihre Produkte bei relevanten Suchanfragen anzuzeigen. Die Qualität und Vollständigkeit Ihrer Feed-Daten beeinflusst direkt die Performance Ihrer Produkt-Anzeigen.
Pflichtattribute
Bestimmte Attribute sind obligatorisch für jeden Produktfeed. Ohne diese wird Google Ihre Produkte ablehnen.
| Attribut | Beschreibung | Beispiel | |----------|--------------|----------| | id | Eindeutige Produkt-ID aus Ihrem System | SKU12345 | | title | Produktname (max. 150 Zeichen) | Samsung Galaxy S24 Ultra 256GB Titanium Grey | | description | Detaillierte Produktbeschreibung | Flagship-Smartphone mit 6,8" AMOLED Display, 200MP Kamera... | | link | Direkte URL zur Produktseite | https://www.shop.de/samsung-galaxy-s24-ultra | | image_link | URL zum Hauptproduktbild (min. 100x100px) | https://www.shop.de/images/s24-ultra.jpg | | price | Preis mit Währung | 1299.00 EUR | | availability | Lagerbestand-Status | in_stock / out_of_stock / preorder | | brand | Markename | Samsung | | gtin | Global Trade Item Number (EAN/UPC) | 8806095123456 | | condition | Produktzustand | new / refurbished / used |
Wichtige Details zu Pflichtattributen:
- GTIN (EAN): Für neue Markenprodukte mit eindeutiger GTIN ist diese Pflicht. Für Custom-Produkte oder Artikel ohne GTIN können Sie das Attribut weglassen, müssen aber alternative Identifikatoren nutzen.
- Preis: Muss exakt mit dem Preis auf Ihrer Landing Page übereinstimmen. Abweichungen führen zu Ablehnungen.
- Verfügbarkeit: Halten Sie dies aktuell. Produkte, die Sie als "in_stock" markieren, aber nicht lieferbar sind, verstoßen gegen Richtlinien.
Empfohlene Attribute
Während nicht obligatorisch, verbessern diese Attribute die Performance erheblich:
- additional_image_link: Zusätzliche Produktbilder (bis zu 10)
- product_type: Ihre interne Kategorisierung (z.B. "Elektronik > Smartphones > Android")
- google_product_category: Googles Taxonomie-ID (Google stellt eine Liste bereit)
- color: Produktfarbe
- size: Größe (für Kleidung, Schuhe)
- age_group: Zielgruppe (adult, kids, infant)
- gender: Geschlecht (male, female, unisex)
- sale_price: Aktionspreis (wenn günstiger als regulärer Preis)
- sale_price_effective_date: Zeitraum für Aktionspreis
- shipping: Versandkosten (wenn abweichend von Account-Einstellungen)
Diese Attribute ermöglichen besseres Targeting und detailliertere Produktdarstellung. Google bevorzugt Feeds mit umfassenden Informationen bei der Anzeigenausspielung.
Feed-Formate (XML, TXT, Google Sheets)
Google akzeptiert mehrere Feed-Formate. Wählen Sie das Format, das am besten zu Ihrer technischen Infrastruktur passt.
Google Sheets (einfachste Option für kleine Shops): Erstellen Sie ein Google Sheet mit Spalten für jedes Attribut und Zeilen für jede Produkt-Variante. Teilen Sie das Sheet mit "Jeder mit dem Link" (Lesezugriff) und fügen Sie die URL im Merchant Center hinzu. Änderungen im Sheet werden automatisch synchronisiert.
Vorteil: Keine technischen Kenntnisse erforderlich, einfache Aktualisierung. Nachteil: Nicht skalierbar für große Produktkataloge (Limit ca. 1.000 Produkte).
Tab-separated values (TXT): Eine Tab-getrennte Textdatei mit Header-Zeile und Produktdaten. Jedes Attribut wird durch einen Tab getrennt.
id title description link price availability
12345 Smartphone X Tolles Phone https://... 299 EUR in_stock
Vorteil: Einfaches Format, von den meisten Shopsystemen exportierbar. Nachteil: Schwierig manuell zu pflegen, Encoding-Probleme möglich.
XML (Standard für mittlere bis große Shops): Strukturiertes XML-Format mit definiertem Schema.
<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0" xmlns:g="http://base.google.com/ns/1.0">
<channel>
<item>
<g:id>12345</g:id>
<g:title>Smartphone X</g:title>
<g:price>299 EUR</g:price>
...
</item>
</channel>
</rss>
Vorteil: Robust, skalierbar, von E-Commerce-Plattformen gut unterstützt. Nachteil: Technisches Know-how für Erstellung erforderlich.
Feed automatisch aktualisieren
Manuelle Feed-Uploads sind nicht praktikabel für die meisten Shops. Automatisierung ist essentiell.
Geplanter Abruf: Hosten Sie Ihren Feed auf Ihrer Website (z.B. https://www.shop.de/google-feed.xml). Im Merchant Center geben Sie die URL an und planen einen täglichen Abruf. Google lädt den Feed automatisch herunter. Dies ist die empfohlene Methode für die meisten Shops.
Shopsystem-Plugins: Die meisten E-Commerce-Plattformen (Shopify, WooCommerce, Magento, Shopware) bieten native Merchant-Center-Integrationen oder Plugins. Diese generieren und aktualisieren Feeds automatisch basierend auf Ihrem Produktkatalog.
Feed-Management-Tools: Spezialisierte Tools wie DataFeedWatch, Channable oder Feedonomics optimieren und verwalten Feeds für mehrere Verkaufskanäle. Besonders wertvoll für komplexe Anforderungen oder Multi-Channel-Verkauf.
Feed hochladen und verwalten
Nachdem Sie Ihren Feed erstellt haben, müssen Sie ihn im Merchant Center einrichten.
Manueller Upload
Für Tests oder sehr kleine Kataloge können Sie Feeds manuell hochladen:
- Im Merchant Center navigieren Sie zu "Produkte" → "Feeds"
- Klicken Sie auf das Plus-Symbol für "Feed hinzufügen"
- Wählen Sie Zielland und Sprache
- Wählen Sie "Google Tabellen" für Sheets oder "Geplanter Abruf" für gehostete Feeds
- Für Upload: Wählen Sie Ihre Datei (TXT oder XML)
- Benennen Sie den Feed und klicken Sie auf "Erstellen"
Die Verarbeitung dauert je nach Feed-Größe wenige Minuten bis Stunden. Sie sehen dann, wie viele Produkte erfolgreich verarbeitet wurden und welche Fehler auftraten.
Geplanter Abruf (URL)
Die empfohlene Methode für automatische Updates:
- Hosten Sie Ihren Feed auf einer öffentlich zugänglichen URL
- Im Merchant Center: "Feed hinzufügen" → "Geplanter Abruf"
- Geben Sie die Feed-URL ein
- Wählen Sie Abruf-Häufigkeit (täglich empfohlen, stündlich für Shops mit häufigen Änderungen)
- Optional: Authentifizierung für passwortgeschützte URLs
Google ruft den Feed nach Ihrem Zeitplan ab. Stellen Sie sicher, dass die URL stabil ist und der Feed immer die aktuellsten Daten enthält.
Content API
Die Content API for Shopping ist Googles fortgeschrittene Schnittstelle für programmatischen Zugriff auf Merchant Center. Entwickler können Produkte in Echtzeit hinzufügen, aktualisieren oder löschen.
Vorteile: Echtzeit-Updates ohne Wartezeit für Feed-Abruf, granulare Kontrolle, ideal für große Kataloge mit häufigen Änderungen. Viele Enterprise-Shopsysteme nutzen die API für nahtlose Integration.
Nachteile: Technische Implementierung erforderlich, komplexer als Feed-Upload. Nur für fortgeschrittene Nutzer oder große Shops relevant.
Feed-Regeln nutzen
Feed-Regeln sind ein mächtiges Feature im Merchant Center, um Feed-Daten zu transformieren, ohne den Quell-Feed zu ändern.
Anwendungsfälle:
- Produkttitel optimieren (z.B. Marke an den Anfang setzen)
- Fehlende Attribute ergänzen (z.B. Standard-Versandkosten für alle Produkte)
- Preise modifizieren (z.B. +10% für bestimmte Kategorien)
- Attribute basierend auf Bedingungen setzen
Beispiel: Wenn Ihr Feed generische Titel hat ("Smartphone 128GB"), können Sie eine Regel erstellen, die automatisch die Marke voranstellt, basierend auf der SKU oder Kategorie.
Feed-Regeln werden in "Produkte" → "Feeds" → Feed auswählen → "Feed-Regeln" konfiguriert. Sie bieten Flexibilität ohne Backend-Änderungen.
Häufige Fehler beheben
Die meisten neuen Merchant-Center-Nutzer erleben Produkt-Ablehnungen. Hier sind die häufigsten Gründe und Lösungen.
Abgelehnte Produkte
Im Diagnostics-Bereich ("Produkte" → "Diagnose") sehen Sie alle abgelehnten Produkte mit Ablehnungsgründen.
"Preisabweichung": Der häufigste Fehler. Der Preis im Feed stimmt nicht mit dem Preis auf der Landing Page überein. Lösung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Feed den exakten Preis inklusive Steuern zeigt, der auch auf der Produktseite angezeigt wird.
"Unzureichende Produktdaten": Fehlende Pflichtattribute oder Attribute mit falschen Formaten. Überprüfen Sie, ob alle Pflichtfelder korrekt ausgefüllt sind und den Spezifikationen entsprechen.
"Zielseite nicht erreichbar": Die Link-URL ist nicht erreichbar oder leitet zu einer anderen Domain weiter. Testen Sie alle URLs und stellen Sie sicher, dass sie direkt zur Produktseite führen.
Preisabweichungen
Dieses Problem verdient besondere Aufmerksamkeit, da es extrem häufig ist.
Ursachen:
- Cookie-Banner oder Login-Walls blockieren Googles Crawler
- JavaScript-gerenderte Preise (Google sieht den ungerenderten HTML)
- Dynamische Preise basierend auf Standort oder Session
- Aktionspreise im Feed, aber regulärer Preis auf der Website
Lösungen:
- Stellen Sie sicher, dass Preise im HTML-Code sichtbar sind (nicht nur via JavaScript geladen)
- Verwenden Sie strukturierte Daten (Schema.org Product Markup) für eindeutige Preisinformationen
- Testen Sie Ihre URLs im Google Mobile-Friendly Test, um zu sehen, was Google sieht
- Nutzen Sie das
sale_price-Attribut korrekt für Aktionspreise
Fehlende Bilder
"Bild nicht abrufbar": Googles Crawler kann das Bild nicht herunterladen. Häufige Ursachen: robots.txt blockiert Image-Pfad, Images erfordern Login, Image-URL ist fehlerhaft.
Lösungen:
- Testen Sie Image-URLs in einem Inkognito-Browser
- Überprüfen Sie robots.txt (erlauben Sie Googlebot-Image)
- Nutzen Sie absolute URLs, keine relativen Pfade
- Stellen Sie sicher, dass Bilder mindestens 100x100px sind (800x800px empfohlen)
GTIN-Probleme
"Ungültige GTIN": Die angegebene GTIN (EAN/UPC) ist falsch oder existiert nicht in Googles Datenbank.
Lösungen:
- Überprüfen Sie GTINs in der GS1 Company Database
- Für Produkte ohne offizielle GTIN: Lassen Sie das Attribut weg und setzen Sie
identifier_existsauffalse - Nutzen Sie die korrekte GTIN für die exakte Produkt-Variante (Farbe, Größe)
Richtlinienverstöße
Google hat strenge Richtlinien für Shopping-Anzeigen. Verstöße können zu Produkt- oder sogar Kontoaussetzungen führen.
Häufige Verstöße:
- Verkauf verbotener Produkte (Waffen, Drogen, Fälschungen)
- Irreführende Angebote oder Preise
- Fehlende oder unklare Rückgabebedingungen
- Unzureichende Kontaktinformationen auf der Website
- Unsicherer Checkout (kein HTTPS)
Lösung: Überprüfen Sie die Google Shopping-Richtlinien sorgfältig. Bei Richtlinienverstößen erhalten Sie eine E-Mail mit Details. Beheben Sie das Problem und beantragen Sie eine Überprüfung im Merchant Center.
Merchant Center mit Google Ads verknüpfen
Um Shopping-Kampagnen zu schalten, müssen Sie Ihr Merchant Center mit Google Ads verbinden.
Verknüpfung herstellen
Aus dem Merchant Center:
- Navigieren Sie zu "Einstellungen" → "Verknüpfte Konten"
- Klicken Sie unter "Google Ads" auf "Verknüpfung hinzufügen"
- Geben Sie Ihre Google Ads Kunden-ID ein (10-stellige Nummer im Format 123-456-7890)
- Klicken Sie auf "Linkeanfrage senden"
Aus Google Ads:
- In Google Ads: "Tools und Einstellungen" → "Verknüpfte Konten"
- Wählen Sie "Google Merchant Center"
- Sehen Sie die ausstehende Anfrage und genehmigen Sie sie
Nach Genehmigung können Sie in Google Ads auf Ihre Merchant Center Produkte zugreifen. Ein Merchant Center kann mit mehreren Google Ads Konten verknüpft werden.
Shopping-Kampagne starten
Nach erfolgreicher Verknüpfung erstellen Sie Ihre erste Shopping-Kampagne:
- In Google Ads: "Kampagnen" → Plus-Symbol → "Neue Kampagne"
- Wählen Sie Ziel (z.B. "Verkäufe") und Kampagnentyp "Shopping"
- Wählen Sie Ihr Merchant Center Konto
- Wählen Sie Zielland der Produkte
- Konfigurieren Sie Kampagneneinstellungen (Budget, Gebotsstrategie, Standorte)
- Erstellen Sie Anzeigengruppen und legen Sie Gebotsanpassungen fest
Alternativ können Sie Ihre Produkte in Performance Max Kampagnen nutzen, die Produktfeeds automatisch über verschiedene Google-Plattformen bewerben.
Merchant Center Next (2026 Update)
Google hat 2024 "Merchant Center Next" eingeführt – eine grundlegend überarbeitete Version der Plattform, die schrittweise für alle Nutzer ausgerollt wird.
Neue Features und Oberfläche:
Vereinfachte Navigation: Die Oberfläche ist übersichtlicher gestaltet mit klarerem Fokus auf häufige Aufgaben. Das Dashboard zeigt wichtige Metriken auf einen Blick: Produktstatus, Feed-Fehler und Performance-Highlights.
AI-gestützte Feed-Optimierung: Google nutzt Machine Learning, um automatische Verbesserungsvorschläge für Produkttitel und -beschreibungen zu generieren. Die "Automatically created assets"-Funktion erstellt verbesserte Produkttitel basierend auf Googles Verständnis erfolgreicher Listings.
Vereinfachtes Onboarding: Der Einrichtungsprozess ist streamlined mit klareren Schritt-für-Schritt-Anleitungen und weniger technischem Jargon. Neue Features wie der "Product Studio" ermöglichen die Erstellung von Produktbildern mit KI-generierten Hintergründen.
Erweiterte Insights: Bessere Berichte zu Produktperformance, Klickdaten und Conversion-Beiträgen direkt im Merchant Center. Die Integration mit Google Analytics wird tiefer.
Vereinheitlichte Oberfläche für verschiedene Programme: Kostenlose Einträge, Shopping-Anzeigen und andere Programme werden in einer kohärenteren Oberfläche verwaltet.
Die Migration zu Merchant Center Next erfolgt automatisch – Sie müssen nichts tun, aber sollten sich auf die neue Oberfläche vorbereiten. Die grundlegenden Konzepte (Feeds, Attribute, Verifizierung) bleiben gleich.
Tipps für bessere Performance
Ein funktionierendes Merchant Center ist nur der Anfang. Diese Optimierungen verbessern die Performance Ihrer Produkt-Anzeigen.
Produkttitel optimieren
Produkttitel sind das wichtigste Attribut für Relevanz und Klickrate. Google zeigt Titel prominent in Anzeigen und nutzt sie fürs Matching mit Suchanfragen.
Best Practices:
- Beginnen Sie mit der Marke (wenn relevant): "Nike Air Max 90 Herrenschuhe Weiß Größe 42"
- Inkludieren Sie wichtige Attribute: Produkttyp, Hauptmerkmal, Farbe, Größe
- Nutzen Sie die verfügbaren 150 Zeichen sinnvoll – nicht zu kurz, nicht gefüllt mit Keywords
- Vermeiden Sie Großschreibung (außer Eigennamen), Werbesprache ("ANGEBOT!!!", "BESTE QUALITÄT") und Sonderzeichen
- Testen Sie verschiedene Titel-Strukturen und messen Sie die Performance
Schlechter Titel: "Smartphone schwarz" Guter Titel: "Samsung Galaxy S24 Ultra Smartphone 256GB Phantom Black Android 5G"
Hochwertige Bilder
Das Produktbild ist oft der erste Eindruck, den potenzielle Käufer von Ihrem Produkt bekommen.
Best Practices:
- Mindestauflösung: 800x800px (1200x1200px empfohlen für Zoom-Funktion)
- Weißer oder neutraler Hintergrund (Google bevorzugt diese bei Shopping-Anzeigen)
- Produkt nimmt mindestens 75-90% des Bildrahmens ein
- Mehrere Bilder verwenden (
additional_image_link) – zeigen Sie verschiedene Perspektiven - Lifestyle-Bilder zusätzlich zu Produkt-Freisteller nutzen
- Keine Wasserzeichen, Banner oder Promotion-Text auf Bildern
Hochwertige Bilder erhöhen nicht nur die Klickrate, sondern reduzieren auch Retouren, da Kunden genau wissen, was sie bekommen.
Promotions nutzen
Das Merchant Center ermöglicht die Promotion von Sonderangeboten direkt in Shopping-Anzeigen mit speziellen Badges und Labels.
Promotion-Typen:
- Prozentuale Rabatte: "20% Rabatt"
- Feste Beträge: "10 EUR Rabatt"
- Kostenloser Versand
- Buy-One-Get-One
- Geschenk-mit-Kauf
Einrichtung:
- Im Merchant Center: "Wachstum" → "Promotions"
- Klicken Sie auf "Promotion erstellen"
- Konfigurieren Sie Details: Typ, Rabatt, Zeitraum, berechtigte Produkte
- Fügen Sie einen Promo-Code hinzu (falls zutreffend)
Promotions erscheinen als spezielle Badges in Shopping-Anzeigen und können die Klickrate erheblich steigern. Nutzen Sie sie strategisch für saisonale Events, Lagerräumungen oder neue Produkteinführungen. Stellen Sie sicher, dass die Promotion auch tatsächlich auf Ihrer Website verfügbar ist – Diskrepanzen führen zu Richtlinienverstößen.
Häufige Fragen
Ist das Google Merchant Center kostenlos? Ja, die Nutzung des Merchant Centers ist komplett kostenlos. Sie zahlen nur für bezahlte Anzeigen über Google Ads. Kostenlose Shopping-Einträge sind ebenfalls kostenfrei und bieten zusätzliche Sichtbarkeit ohne Werbebudget.
Wie lange dauert die Verifizierung? Die technische Verifizierung (HTML-Tag oder Datei) erfolgt sofort. Die Überprüfung Ihrer Website und Produkte durch Google kann 3-5 Werktage dauern. In einigen Fällen kann es bis zu 2 Wochen dauern, besonders bei neuen Konten.
Kann ich mehrere Merchant Center Konten haben? Ja, aber jede einzigartige Website kann nur in einem Merchant Center Konto beansprucht werden. Wenn Sie mehrere Shops betreiben, benötigen Sie separate Konten. Für verschiedene Länder desselben Shops nutzen Sie Multi-Country-Feeds in einem Konto.
Muss ich alle meine Produkte listen? Nein, Sie können selektiv Produkte einschließen. Viele Shops listen nur profitable oder bewerbbare Produkte. Bedenken Sie jedoch, dass auch nicht-beworbene Produkte in kostenlosen Shopping-Einträgen erscheinen können.
Was passiert bei Feed-Fehlern? Produkte mit Fehlern werden abgelehnt und nicht angezeigt. Ihr Konto bleibt aber aktiv. Beheben Sie Fehler im Diagnostics-Bereich. Bei wiederholten Richtlinienverstößen kann Google Konten aussetzen – beheben Sie Probleme zeitnah.
Fazit
Ein korrekt eingerichtetes und optimiertes Google Merchant Center ist die Grundlage erfolgreicher Produktwerbung auf Google. Die initiale Einrichtung erfordert Sorgfalt und Aufmerksamkeit für Details, aber der Aufwand lohnt sich. Mit qualitativ hochwertigen Produktdaten, optimierten Titeln und Bildern sowie regelmäßiger Pflege schaffen Sie die Basis für profitable E-Commerce Marketing Kampagnen.
Die automatische Feed-Aktualisierung und die Nutzung von Feed-Regeln minimieren den laufenden Wartungsaufwand. Überwachen Sie regelmäßig den Diagnostics-Bereich und reagieren Sie prompt auf Fehler. Mit Merchant Center Next wird die Plattform noch intuitiver und bietet KI-gestützte Verbesserungen, die Ihre Performance weiter steigern können.